KalenderStartseiteFAQGalerieSuchen...AnmeldenLogin
Login
Benutzername:
Passwort:
Bei jedem Besuch automatisch einloggen: 
:: Ich habe mein Passwort vergessen!
Wer ist online?
Insgesamt sind 5 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 5 Gäste

Keine

Der Rekord liegt bei 58 Benutzern am Di März 12, 2013 7:55 pm
Statistik
Wir haben 746 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist mariom54.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 9615 Beiträge geschrieben zu 1109 Themen
Dezember 2016
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031 
KalenderKalender

Austausch | 
 

 angeborene Geschlechterrollen ?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Zischer
Full Member
Full Member


Männlich Schütze Tiger

Anmeldedatum : 05.02.12
Anzahl der Beiträge : 185

BeitragThema: angeborene Geschlechterrollen ?   Fr Jan 22, 2016 4:57 pm

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Transexualitaet-in-Deutschland-Wie-aus-Julian-Jessica-wurde



Ich frage mich ob die Geschlechterrolle angeboren oder anerzogen wird ? Wenn ein Junge mit Puppen spielt,ist das doch nicht falsch, und eine weibliche Gestik und Mimik hat. Jeder hat eine andere Körpersprache . Gibt es einen Unterschied zwischen männlich und weiblich ? übertrieben männlich oder weiblich tritt doch keiner auf. Welcher Junge hat sich nicht auch mal am Kleiderschrank seiner Schwester bedient ? Oder wurde er ,weil Geschlechterrollen aufgezwungen werden, zur Frau gedrängt ? Ich verhalte mich auch nicht so, wie es die männliche Geschlechterrolle es sich vorstellt
Nach oben Nach unten
joanno
Jr. Member
Jr. Member


Männlich Löwe Drache

Anmeldedatum : 05.01.15
Anzahl der Beiträge : 54

BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   So Jan 24, 2016 3:32 pm

Hallo Zischer,

Die Geschlechterrolle ist eine Erwartungshaltung der Gesellschaft, in der man lebt und es hängt natürlich sehr von der Erziehung ab, inwieweit ein Kind dieser Erwartungshaltung folgt oder nicht. Kinder, die in strikter Rollenverteilung aufwachsen, möglicherweise noch verstärkt religiösen Einfluss, werden selten die anerzogene Rolle verlassen wollen oder können. Bei einer Erziehung ohne starke Ausprägung des Rollenverhaltens, können sich die Kinder viel einfach ausleben und dann auch mal zwischen den Rollen wechseln.

Prinzipiell haben wir alle unterschiedlich starke männliche und weibliche Anteile, die in Summe unseren Charakter und unsere Identität bilden. Diese Anteile sind zwar fix, aber wir haben die Möglichkeit, ihnen unterschiedlich viel Gehört zu verschaffen. Lassen wir die weiblichen Anteile mehr zu Wort kommen, verlagert sich unsere Selbstidentität auch mehr hin zum weiblichen und umgekehrt. So gesehen sind wir alle im Grunde mehr oder weniger androgyn und - wenn wir es zulassen - genderfluid.

Im Grunde wären wir frei, uns auf der gesamten Bandbreite auszuleben und das wäre auch richtig. Allerdings stehen dem eben die gesellschaftlichen Erwartungen entgegen, denen unsere Eltern oder wir entsprechen wollten.

Ich für mich kann sagen, dass ich mich nie am Kleiderschrank unserer weiblichen Familienmitglieder bedient habe. Es hat lange gedauert, bis mir klar wurde, dass wir in Bezug auf die Geschlechterrollen einfach nur in eine Form gepresst wurden und dass es Zeit ist, diese Form zu verlassen und die dadurch gewonnene Freiheit erlaubt es mir, auch mal die weiblichen Anteile mehr zu Wort kommen zu lassen, was dann zwangsläufig auch Auswirkungen auf Gestik, Mimik und Verhalten hat. Da bei mir die männlichen und weiblichen Anteile ziemlich ausgewogen sind (leichtes Plus auf der weiblichen Seite) und beide gleichermaßen zu Wort kommen dürfen, kann meine Identität aber weder zum Übermacho werden, noch zur Überfrau. Das wäre nur möglich, wenn ich die jeweils andere Seite unterdrücke (was ich lange Zeit mit der weiblichen Seite getan habe), aber das wäre natürlich nicht sinnvoll und würde auf Dauer nur zu seelischen Konflikten führen.

Noch ein Wort zur Transidentität: Das Problem entsteht, wenn die männlich / weiblichen Anteile nicht zu unserem "Fortbewegungsmittel", sprich unserem Körper, passen. Wenn die weibliche Seite stark überwiegt, wir aber einen männlichen Körper wählen, passt das eben nicht zusammen und dann hängt es davon ab, wie stark die gesellschaftlichen Normen eingeprägt werden. Je stärker das passiert, umso länger und effektiver können wir unbewußt den weiblichen Anteil unterdrücken - aber das funktioniert eben nicht auf Dauer. Wird der Einfluss unserer Umgebung schwächer (oder ist von vorneherein schwach), dann kommen die weiblichen Anteile zum Vorschein und der Identitätskonflikt wird uns bewußt. Und da der Einfluß von Religion und Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten immer weiter abnimmt, passiert das immer häufiger, deshalb hören wir immer mehr von transidenten Menschen. Und ich bin sicher, das ist nur der Anfang - und ich finde das durchaus positiv, denn am Ende steht irgendwo die Erkenntnis, dass wir im Grunde alle gleich sind und nur unterschiedliche Rollen spielen.
Nach oben Nach unten
Zischer
Full Member
Full Member


Männlich Schütze Tiger

Anmeldedatum : 05.02.12
Anzahl der Beiträge : 185

BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   Mo Feb 08, 2016 10:45 pm

Biologisch gesehen ist man ja männlich oder weiblich,bis auf einige Ausnahmen abgesehen. Nur die Geschlechterrollen sind auch Erfindung , wie eben die Mode oder Charakter, Verhalten und dergleichen.
Nach oben Nach unten
rockaktiv
Jr. Member
Jr. Member


Männlich Zwilling Schlange

Anmeldedatum : 14.02.16
Anzahl der Beiträge : 120


BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   So Feb 14, 2016 2:12 am

Hallo,
auch wenn intersexuelle Menschen mit zweideutigen Geschlechtsmekmalen zu Welt kommen, sind sie entweder männlich oder weiblich. Ein Geschlechtsteil ist immer funktionsuntüchtig. Entscheident ist, ob der SRY Trigger ausgelöst wurde oder nicht. Was tatsächlich angeboren und nur anerzogen sein soll, darüber forscht die Gehirnforschung derzeit noch. Das ist wie wenn man mit einer Taschenlampe in ein tiefes Gewässer strahlt und am Grund das zu erkennen glaubt, für was man es hält. Interessanterweise greifen auch Kinder, die frei von Stereotypen erzogen werden recht häufig zu geschlechtspezifischen Spielzeug. In den 70ern war das Spielzeug sogar noch nicht so genderisiert wie heute und trotzdem ließ sich eine Bevorzugung der Spielsachen erkennen. Die eigene Individualität drückt bei den meisten erst später im Erwachsenenalter durch. Davor wollen Kinder Gruppenzugehörigkeit und Anerkennung unter Ihresgleichen. Transident sind die wenigsten Menschen. Die werden auch nicht mehr. Der Rest ist eine Modeerscheinung, um unbehelligt als Mann Frauensachen tragen zu können. Die Zahl der Zurückangleichungen bei angeblicher Transsexualität ist in den britischen Kliniken die letzten Jahren stark angestiegen. Und viele Transidente bereuen den Schritt der Angleichung gegangen zu sein, statt sich einfach als Transvestit auszuleben.

Grüße
Nach oben Nach unten
Zischer
Full Member
Full Member


Männlich Schütze Tiger

Anmeldedatum : 05.02.12
Anzahl der Beiträge : 185

BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   Mo Okt 03, 2016 7:45 am

Das man unbedingt das Geschlecht wechseln soll, nur weil man andere Kleidungsstücke tragen soll ? Transgender denken auch nur in Geschlechterrollen ,was jetzt männlich und weiblich ist.
Nach oben Nach unten
joanno
Jr. Member
Jr. Member


Männlich Löwe Drache

Anmeldedatum : 05.01.15
Anzahl der Beiträge : 54

BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   Mi Okt 19, 2016 1:17 pm

Zitat :
Das man unbedingt das Geschlecht wechseln soll, nur weil man andere Kleidungsstücke tragen soll ?

Nein, natürlich nicht. Ich habe auch den Eindruck, dass einige, die ihre weibliche Seite entdecken, plötzlich "überschießend" reagieren und nun die männliche Seite so weit unterdrücken, dass sie sich nur noch als Frau sehen und das dann mitunter bis zur SRS durchziehen. Wenn das Pendel dann irgendwann zurückschwingt, wird das natürlich zum Problem. Ich würde aber nie sagen, dass das die Regel ist - nicht umsonst laufen vor der SRS etliche Gutachten und Prüfungen.

Zitat :
Transgender denken auch nur in Geschlechterrollen ,was jetzt männlich und weiblich ist.

Das trifft zwar sicher auf die meisten zu, aber verallgemeinern würde ich das auch wieder nicht. Es gibt doch einige, die sich keiner der beiden Geschlechterrollen zuordnen oder beliebig zwischen ihnen wechseln. Allerdings bezeichnen sie sich selbst in der Regel auch nicht als TG, sondern eher als queer, genderfluid oder androgyn. Es sind dann die andern Leute, die sie in ihren jeweils gegenteiligen Rollen als TG bezeichnen.
Nach oben Nach unten
rockaktiv
Jr. Member
Jr. Member


Männlich Zwilling Schlange

Anmeldedatum : 14.02.16
Anzahl der Beiträge : 120


BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   Mi Nov 02, 2016 12:18 am

@joanno schrieb:
[nicht umsonst laufen vor der SRS etliche Gutachten und Prüfungen.
Die sollen abgeschafft werden.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: angeborene Geschlechterrollen ?   Heute um 2:26 pm

Nach oben Nach unten
 

angeborene Geschlechterrollen ?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Fashion Freestyle - Das Modeforum :: Presse Box :: Artikel & Presseberichte-