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 Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode

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Androgyn
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BeitragThema: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Di Dez 14, 2010 6:44 pm

Feminine Männermode, maskuline Männermode, femininer Anzug, Unisex, Männerrock,

Die klassische Männermode scheint für Männer entworfen zu werden, die das Thema „Mode“ für verweichlichten Frauenmist halten. Diese Männer bevorzugen dann als „Männermode“ die Uniform des Businessanzuges. Und dieser ist weltweit das älteste und konventionellste Kleidungsstück für den Mann. Die Bezeichnung „Uniform“ für den Anzug kommt nicht von ungefähr. Die Wurzeln des Anzugs gehen auf Militär und Hofbekleidung in der Renaissance, mit ihrer Grundstruktur Weste, Hose und Jackett, zurück

Im Business bevorzuge auch ich den Anzug. Auch wenn er zwischenzeitlich zu einer Unisexuniform wurde. Also heute nicht mehr nur den Männern vorbehalten ist.

In der Freizeit will ich jedoch völlig anderes. In den Männershops herrscht nach wie vor Langeweile und Farblosigkeit, wie seit weit über einem halben Jahrhundert. Daher spreche ich auch nicht von Männermodeshops. Denn mit Mode für den Mann haben diese Anbieter nichts zu tun.

Ich gehöre zu der Gruppe von Männern, die der Meinung sind, es sollte aus Fairness gleich viel Auswahl an Mode für beide Geschlechter existieren. Wie könnte das zu erreichen sein?

Aus meiner Sicht keinesfalls etwa durch 1:1 Übernahme der Damenmode für den Mann. Männermode muss einen eigenen Charakter entwickeln. Und zwar deshalb, da die bloße Übernahme 1:1 des sehr femininen Looks bei den Herren für viele Frauen und Männer als eine Gefahr für die Männlichkeit bedeuten könnte.

Es würde sich die Frage stellen, ob derartige Männermode, also sexy Frauenkleidung für beide Geschlechter in Richtung unisex, noch männlich wäre? Aus der Frauenfraktion gibt es andererseits durchaus Stimmen, die eine derartige Sexykleidung am Mann begrüßen und behaupten, dass es der Frauenwelt überwiegend gefallen würde.

Die Frage im Sinne der „ Vielfalt an Auswahl von Mode für Männer“ ist eine völlig andere. Denn was ist feminine und was maskuline Mode?

Zur Verdeutlichung was gemeint ist, ein Beispiel:

Ich empfinde Overknees an Frauen als Sexy. Gerade Overknees waren aber in grauer Vorzeit ein ausschließlich männliches Kleidungsstück, also höchst maskulin. Mädels fanden das offenbar am Mann sexy und haben es daher nun in der Neuzeit für sich selbst wieder entdeckt. Der Overkneestiefel ist damit zweifellos m.A.n. mindestens unisex. Trägt ein Mann jedoch in alter Tradition ebenfalls heute Overknees wird das sofort als feminin bezeichnet.

In diesem Sinne wird diese Verfahrensweise – Übernahme von Männermode durch Frauenmode - auch hier im Forum und in anderen Männermodeforen immer wieder bemängelt. Denn dadurch bleibt den Männern bereits heute keine eigene Modeidentität, oder gar deren Entwicklung, mehr.

Um auch wieder in der Männermode zu Vielfalt zu gelangen, müssen zwangsläufig zunächst alte Modetraditionen von den Männern zurückerobert werden, also z.B. auch der Overknee und Vieles mehr.

Es verwundert daher nicht, wenn beispielsweise überwiegend asiatische Trendscouts in Erkenntnis von Männerwünschen tragbare Männermode in Verbindung zu Unisexmode immer wieder aufgreifen.

Erkennbar ist, dass sich Männer weltweit so langsam mit ihrer Kleidung langweilen. Sie haben vermehrt Lust, wilder und individueller auszusehen. Insbesondere in der Freizeit.

Dazu gehört auch, dass junge, ausgeflippte Männermode, mit verschiedenerlei Röcken und rockähnlichen Textilien, z.B. in den asiatischen Ländern mit sogar Stilettostiefeln/-schuhen zum Gesamtbild einhergeht. Einmal sind die Röcke über der Jeans, einmal in Kombination mit Stutzen über glatt rasierten Beinen zu sehen. Andere wickeln sich rockartige Tücher um die Hüfte, wieder andere tragen lange Beinkleider, die Schürzen oder Hosenröcken ähneln.

Keine Frage, der Mann sollte modisch grundsätzlich aufpassen, was man gesellschaftlich als „auffällig“ nennt, oder „fremd“ und „anders“ findet. Ein Rüschenkleidchen mit Spitzen ist also als Männermode nicht gemeint. Eine Rückeroberung unserer rein maskulinen Mode muss aber gestattet sein, um dadurch wieder Vielfalt und insbesondere Entwicklungsfähigkeit in der Männermode zu beginnen.

Im Zeitalter der globalen Vernetzung bietet sich in der Männermode zudem die Chance in der Männermode sich den Elementen aus verschiedenen Kulturen zu bedienen. Ich erinnere beispielsweise an den Faltenrock, also dem Kilt oder Foustanella. Auch diese beiden wurden in der Damenmode einfach weltweit übernommen. Der Kilt oder Fustanella kann m.M.n. analog weltweit ebenso von Männern getragen werden und ist damit nicht etwa regional beschränckt.

Wir sollten spaßeshalber eine stichpunktartige Liste der maskulinen Männerkleidung erstellen, die wir Männer zurückerobern wollen?

Modische Emanzipation der Männer heißt mithin nicht, sich der Frauenkleidung zu bedienen, sondern sich all das zurück zu holen, was immer schon männlich und höchst maskulin war.

Meinungen zu angeblich femininer Männermode finden sich beispielhaft unter:

http://www.homeofmen.de/feminine-maennermode-der-oestrogene-modetrend-2009/

http://www.n24.de/news/newsitem_1082297.html

http://www.fashion-guy.de/feminine-maennermode-der-maennertrend-2009/

http://stil.brash.de/articles/detail/maennermode_20092010_meggins_und_die_faszination_der_kontraste/

http://www.sueddeutsche.de/leben/maennermode-aus-paris-farbe-bekennen-1.87199

http://www.welt.de/lifestyle/article3490393/Jetzt-geht-es-der-Hose-an-den-Kragen.html




Zuletzt von Androgyn am Do Dez 16, 2010 9:05 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Androgyn
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BeitragThema: Lady Gaga steht auf feminine Männer   Di Dez 14, 2010 8:08 pm

P.S.

Dass Mädels zuweilen auf eine völlig andere Sorte von Männern stehen, ist prominent hinterlegt.... so z.B. Lady Gaga

Siehe:

http://www.lieblingsstars.com/lady-gaga-steht-auf-feminine-maenner-13398/

Zitat daraus: " Sie hat betont, dass sie den Typ Mann bevorzugt, der seine weibliche Seite betont oder am besten gleich aussieht wie ein Mädchen!"

Also ein Extrem, das aber den Zwiespalt der Gesellschaft zur Modewelt für Frauen und Männer näherungsweise wiedergibt.

Was Frauen an sich selbst als schön und sexy empfinden, empfinden Frauen zuweilen auch am Mann als schön und sexy. Möglicherweise wurde daher auch umgegehrt Vieles aus der Männermode in die Damenmode transformiert?

Jedenfalls wird es durch derartige Aussagen für Männer nicht einfacher. Sie wissen nicht mehr..."Ja was denn nun?"















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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Mi Dez 15, 2010 9:51 am

Naja, ich würde es mal als (glückliche) Ausnahme sehen. Die Mehrheit der Frauen definiert den Traummann/ den idealen Partner sicherlich anders.
Böse Zungen meinen ja, der Idealmann hätte die Eckdaten 90-60-90:
90 Jahre alt
60 Mio. auf dem Konto und nur noch
90 Tage zu leben

Okay Spaß beiseite. Aber was Frauen heutzutage erwarten und vielfach haben wollen, ist eben weder Fisch, noch Fleisch.
Auf der einen Seite gut durchtrainiert (6Pack), aber kein Bodybuilder.
Andererseits einer der Wert auf sein Äußeres gibt, aber nicht mehr Zeit im Bad verbringt als sie.
Einer, der genügend Geld verdient, um Haus und Autos zu finanzieren, der ihr aber auch genügend Freiraum gibt, damit sie sich (im Beruf) verwirklichen kann.
Der sie beschützen kann, aber nichts mit Karate und Waffen am Hut hat.
Einer, ihr zuliebe auf Actionfilme verzichtet und mit ihr Hugh Grant Schnulzen schaut.
Und der sich so anzieht, wie sie es gut findet; er aber verstehen muss, dass das umgekehrt für sie nicht gilt.

Oder so ähnlich.

Crying or Very sad
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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Mi Dez 15, 2010 10:27 pm

Androgyn schrieb:
... Aus meiner Sicht keinesfalls etwa durch 1:1 Übernahme der Damenmode für den Mann. Männermode muss einen eigenen Charakter entwickeln. Und zwar deshalb, da die bloße Übernahme 1:1 des sehr femininen Looks bei den Herren für viele Frauen und Männer als eine Gefahr für die Männlichkeit bedeuten könnte.


Hallo Androgyn,

da vertrete ich doch eher die andere Fraktion: reine Männermode? Die gibt es nicht mehr. Mir ist kein Kleidungsstück bekannt, das nicht auch von Frauen getragen wird - bis hin zum Slip mit Eingriff! Wäre diese Vermischung eine Gefahr für die Männlichkeit, so ist die schon längst omnipräsent. Nein, ich kann nicht nur anziehen was ich will, ich kann sogar ausziehen was ich will, meine Männlichkeit ist dadurch nicht gefährdet, solange ich die Schutzfunktion der Kleidung (zB vor Erfrierung) nicht außer Acht lasse.

Ob ein Look feminin oder maskulin ist, entscheiden doch eher die Sehgewohnheiten. Vor 50 Jahren noch hätte jede/r beim Anblick einer Frau in Hosen, ganz gleich wie geschnitten oder gemustert, sofort "maskulin" gesagt. Knallenge und knallfarbige Hosen waren noch in den 70ern ganz klar Herrenmode, heute würde jede/r sofort "feminin" sagen.

Und selbst wenn, was wäre schlimm daran? Schlimm ist das nur für den, der "feminin" als Abwertung sieht. Deswegen hat auch niemand ein Problem mit maskulin gekleideten Frauen, ist ja eine Aufwertung. Diese Denkweise muss geändert werden. Das geht nur, wenn richtige Kerle sich nach gängiger Auffassung selbstbewusst feminin kleiden.

Gruß
Jürgen
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Androgyn
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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Do Dez 16, 2010 8:55 pm

Hey…

Ich glaube, lieber Jürgen, dass wir nicht völlig auseinander liegen. Ich stimme Dir zu, dass es keine reine Männermode mehr gibt. Mode ausschließlich und nur für den Mann gibt es nicht mehr. Männerkleidung ist lediglich eine Funktionskleidung. Der Anzug ist eine Businessarbeitskleidung, wie die Latzhose für den Handwerker und hat mit Vielfalt in der Mode nichts zu tun. Um der Anzug mal als Einreiher, mal als Doppelreiher, mal mit breiten oder schmalem Revers …usw. von Saison zu Saison getragen wird, hat nichts mit Männermode zu tun. Es werden lediglich altbackene Semmeln immer wieder aufgewärmt.

Wenn heute beispielsweise schmale Revers angesagt sind, so motte ich meine Sakkos mit breiten Revers ein und hole die Sakkos mit dem schmalen Revers wieder aus der Mottenkiste etc. Ich muss mich nicht von Jahr zu Jahr neu eindecken, sondern ich muss lediglich auf einen viele Jahre lang angelegten Fundus größtenteils zurückgreifen.
Wirklich Neues geschieht in der sog. Männermode für das Berufsleben also nicht. Es kommt alle Jahre wieder, was bereits irgendwann in Vorzeit als modern gepriesen wurde. Das kann ich aber noch hinnehmen. Was mich ärgert ist die sog. Freizeitmode für Männer, denn dort will ich keine Einheitsuniform tragen.

Schlabberige T-Shirts, Holzfällerhemden, Jeans im Einheitsschnitt, sackartige Jacken und Mäntel, belangloses Schuhwerk, Farblosigkeit, …uswuswusw….. können nur langweilen. Ein Holzfällerhemd wird nur deshalb neu angeschafft, da das alte vor 2-3 Jahren erworben, nun verschließen ist und eine Ersatzbeschaffung nötig ist.

Mit “Mode“, so wie ich diese verstehe, hat Männerkleidung heute nichts zu tun.

Wie Du richtig erwähnst, hat sich die Damenmode jeglicher ursprünglicher, ausschließlicher Männerkleidung bemächtigt. Allerdings eben nicht 1:1, sondern in Abwandlungen auf den anatomischen - weiblichen - Körperbau. Der Männeranzug – z.B. - der entsprechend umgeschneidert von Frauen getragen wird, ist mithin eindeutig und zu Recht klar feminin angelegt.

Solcherart betrachtet, kann es aus meiner Sicht eben nicht angehen, dass in der Männermode einfach jegliche Frauenmode mit den dortigen femininen Schnittmustern einfach 1:1 mangels Alternativen übernommen wird. Es geht vielmehr um die Forderung, dass so Manches aus der femininen Damenmode durch Anpassung an die männliche Anatomie zu einer maskulinen und anerkannten Mode wird.

„Feminine“ oder “maskuline“ Mode bestimmt sich für mich damit zunächst lediglich an der die Anatomie.

Solcherart verstanden, erscheint es mir sehr wohl als dringend geboten eine „maskuline Männermode“ durch Übernahme aus der Damenmode, aber eben nicht 1:1 hinsichtlich Schnittmuster zu propagieren. Im Klartext gehe ich mithin eigentlich sehr wohl in Deine Richtung, Jürgen.

Beispiele zur Verdeutlichung:

- Nehmen wir die bereits zitierten Overknees als maskuline Reitstiefel in Vorzeit. Die Mädels hatten bei Übernahme lediglich hohe Heels drunter geschraubt. Denn Heels machen den Fuß optisch kleiner. Das schien z.B. zum Minirock besser zu passen, als ein Flachtreter. Dabei ist erwähnenswert, dass Reitstiefel in jedem Fall Absätze verlangen, um nicht aus den Steigbügeln zu rutschen. Ok – wer hat heutzutage ein Pferd? Die Mädels hatten den maskulinen Reitoverkneestiefel für sich also modifiziert. Und genau damit gilt er heute als „feminin“ und wird als Highheel- oder Flachtretervariante von den Mädels zum jeweiligen Outfit getragen.

In diesem Fall – Schuhmode generell - bin ich für eine nahezu 1:1 Übernahme. Gerade Männer haben meist größere Schuhgrößen, als Frauen. Heels/höhere Absätze machen den Fuß nun mal optisch kleiner und damit zum Gesamtoutfit gerade für den Mann eher passend.
Wenn ein Mann im z.B. Rock, engen Jeans, Leggins in Flachtretern auftritt, so wirkt das eher wie Donald Duck und wird daher als Gesamtbild abgelehnt. Das ist dann weder Fisch noch Fleisch und kann gerade dadurch eher lächerlich wirken.

Neue Männermode benötigt also in jedem Fall auch das passende Schuhwerk, analog der Damenschuhmode, um ein heutiges Ästhetikgefühl nicht zu verletzen.

- Nehmen wir als Nächstes das „Kleid“. Es wird heutzutage als rein „feminin“ erachtet. Aus meiner Sicht ist es aber nur dann feminin, wenn es auf den Weiblichen Körperbau geschnitten ist. Ich hatte bereits diverse Verlinkungen hier im Forum an anderer Stelle eingebracht. Diese zeigen u.a., dass sogar sog. prominente Männer im Kleid höchst maskulin und männlich sexy wirken. Und zwar dann, wenn ein Kleid auf den männlichen Körperbau zugeschnitten ist.

- Ähnlich verhält sich das mit „Blusen“. Die Bezeichnung „Bluse“ gibt m.M.n. lediglich an, dass ein Damenhemd auf den weiblichen Körperbau geschnitten ist. Die Vielfalt von Damenblusen könnte jedoch auch ein Anreiz sein, Herrenblusen in unglaublichen Variationen als maskuline Mode auf den männlichen Körperbau zu entwerfen.

- Auch bei Röcken an Männern sehe ich das oben Beschriebene ähnlich.


Für mich muss es damit weiterhin „feminine“ und “maskuline“ Mode hinsichtlich der Anatomie zwischen Frauen und Männern, als auch Unisexmode geben.

Wenn ich in Damenabteilungen – mangels Alternativen in der Männermode - einkaufe, so achte ich exakt auf diesen anatomischen Unterschied. Ein Damenoberteil/Kleid ohne Abnäher zur Betonung für einen Damenbusen empfinde ich als Unisex. Also für mich als Mann tragbar.


Genügt das aber? Aus meiner Sicht nicht.

Denn andernfalls würden sich damit auch alle Internetseiten zu diesem Thema einer neuen Männermode erübrigen.

Ich jedenfalls will nicht eine Bluse oder ein Kleid tragen, das nur dann gut aussieht, weil ich über BH etc. mit Füllmaterial für optimalen Sitz sorgen muss.

Mode ist ein Thema, das Frauen und Männer gleichermaßen gegenseitig antörnen könnte.

Letztlich hat der Wunsch nach alternativer Männermode zu unglaublichen Ansichten geführt. Bis hin zu gesellschaftlich geächteter Abartigkeit.

Begriffe wie „Crossdress“ und „Transe“ wurden für Männer und nicht etwa für Frauen geprägt. Gerade deshalb müssen wir uns Mühe geben, nicht stetig in diese Schubladen geschoben zu werden.


Beste Grüße
Androgyn



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BeitragThema: P.S. Was törnt Frauen und Männer in der Mode an?   Do Dez 16, 2010 9:26 pm

P.S.

Mode ist ein Thema, das Frauen und Männer gleichermaßen gegenseitig antörnen könnte.

Letztlich hat der Wunsch nach alternativer Männermode zu unglaublichen Ansichten geführt. Bis hin zu gesellschaftlich geächteter Abartigkeit.

Begriffe wie „Crossdress“ und „Transe“ wurden für Männer und nicht etwa für Frauen oder von Frauen geprägt. Sie wurden gesesellschaftlich geprägt, da ein Unvermögen im Ausdruck von Formulierungen dieses Anspruches aus einer Männerwelt gegeben war.

Gerade deshalb müssen wir uns Mühe geben, nicht stetig in diese Schubladen geschoben zu werden. Meist auch noch mit dem Zusatz vom Homo- oder mindestens Bisexualität.

Gerade die Bezeichnungen „Crossdress“ und „Transe“ zeigen auf, dass Männer schon lange traditionelle Denkmuster im Kleidungsverhalten gerne verlassen würden.

Die Frage ist..... wie?


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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Fr Dez 17, 2010 1:11 am

Androgyn schrieb:
Begriffe wie „Crossdress“ und „Transe“ wurden für Männer und nicht etwa für Frauen oder von Frauen geprägt. Sie wurden gesesellschaftlich geprägt, da ein Unvermögen im Ausdruck von Formulierungen dieses Anspruches aus einer Männerwelt gegeben war.

Gerade deshalb müssen wir uns Mühe geben, nicht stetig in diese Schubladen geschoben zu werden. Meist auch noch mit dem Zusatz vom Homo- oder mindestens Bisexualität.

Der begriff "Crossdress" sagt ja an sich nichts schlimmes aus, sondern nur das Mann oder Frau Kleidung des anderen Geschlechts tragen. Seltsam ist bloß das er, wenn Frauen dies tun, eigentlich nie verwendet wird und wenn ein Mann es macht der Begriff sofort mit dem Bild eines in Frauensachen, wild masturbierenden "Perverslings" in verbindung gebracht wird.

Auch Transsexualität („Transe“) ist ja nichts schlimmes. Seltsam ist hier aber das hauptsächlich Transsexuelle Männer in den Medien präsent sind obwohl es auch massig Transsexuelle Frauen gibt. In der Öffentlichkeit entsteht so ein Bild das Transsexualität ein Männer "Problem" ist.

Mit der Homo-, Bisexualität ist es das gleiche. Die Sexuelle Gesinnung eines Menschen ist doch egal, klar ist es von der Natur nicht so vorgesehen (Fortpflanzung) aber solange niemand zu etwas gezwungen oder gar missbraucht wird, so what. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Lesbisch sein ist akzeptiert und eine Frau im Anzug brauch auch nicht befürchten als Lesbe beschimpft zu werden und mindestens eine Bisexuelle Erfahrung ist ja fast ein muss oder zumindest Hipp unter Frauen. Schwul sein dagegen ist schlecht und "Schwuchtel" ist ein weit verbreitetes und oft benutztes Schimpfwort.

Und dann ist da noch das schöne Wort "Metrosexuell". Extra kreiert für Männer, Männer die mehr benutzen als Wasser und seife, Männer die sich "Feminin" kleiden. Und in der Presse sind immer wieder "Metrosexuelle" Männer zu sehen aber wo sind die "Metrosexuellen" Frauen? Frauen die ihrer Körperbehaarung freien lauf lassen, Frauen die sich Maskulin kleiden wären ja eigentlich das weibliche Gegenstück zum "Metrosexuellen" Mann oder?. Warum gibt es diesen Begriff nur für Männer, warum wird er nicht auch für Frauen gebraucht die sich entgegengesetzt eher Maskulin geben.


Es handelt sich hier glaube ich nicht bloß um ein "Schubladen" Problem, es zeigt auf das wir Männer hier massiv benachteiligt sind. Hier ist dringend eine Änderung von Nöten. Wie kann es sein das ein und die gleiche Sache bei Frauen Akzeptiert, Hipp oder vollkommen normal ist und bei Männern Schlecht, krank oder abartig? Evil or Very Mad
Es werden hier Menschen mit zweierlei Maas gemessen, ist der Mensch weiblich ist es gut ist der Mensch Männlich ist es schlecht arg

@Androgyn
Du sagst:"Gerade deshalb müssen wir uns Mühe geben, nicht stetig in diese Schubladen geschoben zu werden."
Ich glaube diese Mühe ist vergebens und der falsche weg. Ich denke es macht mehr Sinn wenn wir daran arbeiten diese "Schubladen" zu vernichten.

Frauen sind da weiter, sie haben im laufe der Emanzipation das "Anders*" sein untereinander Akzeptiert und auch die Männer haben es Akzeptiert (zumindest die meisten) und heute gibt es sozusagen keine Frauen mehr die "Anders*" sind, weil sie so wie sie sind "Normal" sind.
Wir Männer kommen hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft auch an dem Punkt an wo es "Normal" ist was wir tun.

MFG Michael

*Anders: Lesbisch, Transsexuell, Metrosexuell, sich "Maskulin" kleidend.

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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   Fr Dez 17, 2010 2:10 am

Nach meinem langen Text noch was zum eigentlichen Thema.
Androgyn schrieb:
Aus meiner Sicht keinesfalls etwa durch 1:1 Übernahme der Damenmode für den Mann. Männermode muss einen eigenen Charakter entwickeln. Und zwar deshalb, da die bloße Übernahme 1:1 des sehr femininen Looks bei den Herren für viele Frauen und Männer als eine Gefahr für die Männlichkeit bedeuten könnte.
Ich stimme zum teil zu zum anderen aber nicht. 1:1 ist nicht möglich, da vieles in der Damenmode so geschnitten ist das es die Weibliche Figur oder speziell den Busen stark betont, alles andere kann übernommen werden.
Das die Männermode einen eigenen Charakter entwickeln muss würde ich nicht sagen, das führt uns doch bloß wieder zu dem Punkt Geschlechter trennung und meine Männlichkeit ist doch nicht abhängig von meinen Klamotten. Und das die Mode Feminin ist, ist doch bloß ein subjektiver Eindruck, da sie eben überwiegend von Frauen getragen wird.
Eine Unisex Mode hallte ich für ausreichend und als Gegenstück dafür das es Kleidung für Frauen gibt die den Busen extrem betonen (wo Männer nichts mit anfangen können), kann die Modeindustrie ja hiervon eine Moderne Neuauflage machen (damit könnten dan die Frauen nichts anfangen Laughing ).

MFG Michael

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BeitragThema: Unisex, Metrosexuell, Definitionen zu alternativer Männermode   Fr Dez 17, 2010 6:58 pm

P.S.

Ich bin also FÜR klare Definitionen, um möglichst Missverständnisse auszuräumen. So wirklich gelingt das aber nicht. Es ist extrem schwierig und damit sogar etwas verworren.

Beispiel:
Nehmen wir die schon beschriebene Visual Kei Szene in Japan. Das sind Musikgruppen mit ausschließlich Jungs in Mädchenkleidung. Allerdings im Schnitt auf den männlichen Körperbau angepasst. Ist das dann feminin oder maskulin zu bewerten?

Siehe Übersicht:

http://www.lastfm.de/music/Schwarz+Stein/+similar

Vorreiter war Mana Sama oder auch anders genannt Malice Mizer. Der seine von ihm entworfene Kleidung sogar vermarktet.

Siehe:

http://manasama.narod.ru/sweet/gallery/mana.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Mana_%28Musiker%29

Shop z.B. bei ebay:

http://stores.ebay.de/kostuerm-cosplay/Mana-Moi-Meme-Moitie-/_i.html?_fsub=12766690&_sid=133844715&_trksid=p4634.c0.m322

Wie sollte die Kleidung bezeichnet werden? Als feminine Damenmode, als feminine Herrenmode, als maskuline Damenmode, als maskuline Herrenmode ?

Passend wäre aus meiner Sicht „feminine Herrenmode“. Von Mädels kann diese Kleidung nicht unbedigt ebenso getragen werden, da die weibliche Anatomie nicht in jedem Fall hineinpasst.

Dieses Extrem macht aber deutlich, dass „feminin“ oder „maskulin“ als Attribut schon nötig sind.

Ich selbst bevorzuge eher Unauffälliges, wenn auch – mangels Alternative - in Anlehnung an Damenmode. Z.B. fand ich das schlichte Mini-Etuikleid für den Mann von Hugo Boss prächtig, da ohne SchnickSchnack. Derartiges wäre bei uns eher durchsetzbar. Klar – in Hugo Boss Shops gab es das Herrenetuikleid nicht zu erwerben. Dafür wurde und werde ich in Damenabteilungen fündig und zwar sogar ohne den üblichen Abnähern für den weiblichen Körperbau.

Zur Klarstellung… so manche meiner Links spiegeln keinesfalls immer meine persönliche Auffassungen wieder.

Ich bin jedoch regelmäßig immer wieder überrascht, was im Männerdressing gerade zurzeit verstärkt international über die Laufstege - und in Anlehnung dazu auch außerhalb - versucht wird. Um mir dazu einen Eindruck und eine Tendenz zu verschaffen, stochere ich zuweilen gerne im Internet herum.

Einige namhafte Designer scheinen entschlossen zu sein, auch der Herrenmode einen bis dato nur der Damenmode vorbehaltenen femininen Anstrich zu geben. Männliche Models mit hohen Absätzen, geschminkt und in Kleidern oder Röcken mit Spitze, Rüschen und Schleifen, glitzernden Aufdrucken, Pailletten und Strass finden sich vermehrt. Ob das aber relativ schnell umgesetzt werden kann, wage ich zu bezweifeln. Eine gewisse Schlichtheit wäre m.M.n. eher machbar.

Jahrzehntelang hatten Designer die Männermode solange an die Frau gebracht, bis die Männermode vollständig von der Damenmode aufgesogen war. Nun scheint ein Umkehrprozess zu beginnen? Eher nein, denn dazu müssten derartige Designs in Shops zu erschwinglichen Preisen sich in den Männerabteilungen einfinden.

Dass dies ausschließlich und alleine auf eine Effekthascherei der Designer beruht; und um sich neue Märkte zu erschließen, wage ich zu bezweifeln. Und zwar auch dann, wenn ersichtlich ist, dass jedes Malemodel im Kleid, oder Rock internationales Modeaufsehen für den einzelnen Modedesigner erregt. Die Frage ist für mich eher weshalb das so ist?

Ich vermute ein sehr wohl gegebenes, hohes Interesse der Modewelt. Allerdings wagen eine eindeutige Positionierung nur Wenige. Die Branche ist verunsichert. Nur so sind die völlig indifferenten Aussagen in einem einzigen Beitrag von angeblich studierten Modedesignern für mich zu verstehen. Die Branche gibt sich glitschig, wie ein Stück Seife unter der Dusche.

Unbestreitbar ist, dass sich in Szenen wie Gothic, Visual Kei, Cosplay/Crossplay eine Unisexmode bereits etabliert hat. Das bietet durchaus Anreize für Modedesigner und könnte ein Beweggrund sein. Alltagstauglich ist diese Szenemode nicht unbedingt. Genau darum sollte es aber gehen.

Ich erinnere – wie oben schon erwähnt - an das schlichte und schnörkellose Männer-Etuikleid – das kleine Schwarze - von sogar Hugo Boss. Wenn sich dieses aber nicht in den Geschäften von Hugo Boss finden lässt, so verwundert es nicht, wenn Männer in Damenabteilungen nach Ähnlichem stöbern müssen und prompt fündig werden. Ähnlich verhält es sich bei anderen Kleidern, die ursprünglich aktuell für Männer entworfen wurden, sich aber ausschließlich und nur in den Damenabteilungen der Geschäfte (Siehe New Yorker und Hong Jong-Hyun) wieder finden. Und ist nicht gerade dies wieder einmal erstaunlich? Was Designer für Männer entwerfen wird sofort von der Damenmode wieder einmal aufgesogen und steht den Männern nicht zur Verfügung.
Mein Vorwurf geht an die Designer, die den Rock oder das Kleid am Mann zwar entwerfen, dies alles aber selbst in ihren eigenen Shops und nicht mal im Internet anbieten. Diese Halbherzigkeit lässt natürlich an den ehrlichen Absichten der Designer stark zweifeln. Es liegt an den Designern den Vorwurf einer Effekthascherei zu entkräften.

Ich selbst bin für den alltagstauglichen, schnörkellosen und funktionellen Rock oder das Kleid am Mann. Die leidige Mär, dass Männerbeine für Röcke ungeeignet seien, ist lächerlich. Selbst beim Geschäftsanzug gilt die goldene Regel, dass Kniestrümpfe ein Muss sind. Jedenfalls dann, wenn das Muster der Krawatte nicht auf die Beinbehaarung abgestimmt ist. Was selten sein dürfte.

Insofern passt zum Männerrock oder zum Männerkleid die richtige blickdichte Strumpfhose, Leggins oder was auch immer, immer stilgerecht sehr wohl.

Offen bleibt immer noch, wie diese Männermoderichtungen zu definieren wären?

Deinen Beitrag, lieber Chefkoch vom 17.12.2010 / 1:11 Uhr, unterschreibe ich vollumfänglich. Auch ansonsten sind wir uns vermutlich durchaus einig. Es gibt ja bereits eine unglaubliche Modevielfalt. Aber eben nur in der Damenmode. So Manches daraus gefällt auch Männern an sich selbst. Es müsste lediglich in der männlichen Anatomie in den Herrenabteilungen angeboten werden.

Die Bezeichnung „Metrosexuell“ ist auch aus meiner Sicht unglücklich. Denn es zielt auf „Sexualität“ ab und öffnet damit lediglich eine neue Schublade. „Unisex“ an sich zwar auch, das jedoch hat sich als Modebezeichnung etabliert.

Übrigens baue ich in Beiträgen gerne Überschriften ein. Diese werden dann bei Google gerne eher aufgefunden.

Beste Grüße
Androgyn

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BeitragThema: Re: Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode   

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Feminine Männermode, maskuline Männermode, Unisexmode

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