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nochsoeiner

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 Geschlechtergrenzen überwinden

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nochsoeiner
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Männlich Wassermann Ziege

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BeitragThema: Geschlechtergrenzen überwinden   Do Feb 17, 2011 4:45 pm

eben bei der Zeit entdeckt:

Zitat :
Endlich. Denn dass die Mode bislang nach Geschlechtern aufgeteilt war,
hat sie deutlich eingeschränkt. Besonders die Herrenmode. Der klassische
Anzug etwa ist ein seit Jahrhunderten weitgehend unverändertes
Kleidungsstück. Es zwingt seinem Träger eine Silhouette auf und
uniformiert ihn. Nicht von ungefähr stammen seine Vorbilder aus der
Offiziersgarderobe. Männer brauchen Mode, die sie von solchen Klischees
befreit.

Hier gehts zum ganzen Artikel.
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stylefreak
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Männlich Löwe Hund

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BeitragThema: Re: Geschlechtergrenzen überwinden   Do Feb 17, 2011 6:12 pm

@nochsoeiner schrieb:
eben bei der Zeit entdeckt:

Zitat :
Endlich. Denn dass die Mode bislang nach Geschlechtern aufgeteilt war,
hat sie deutlich eingeschränkt. Besonders die Herrenmode. Der klassische
Anzug etwa ist ein seit Jahrhunderten weitgehend unverändertes
Kleidungsstück. Es zwingt seinem Träger eine Silhouette auf und
uniformiert ihn. Nicht von ungefähr stammen seine Vorbilder aus der
Offiziersgarderobe. Männer brauchen Mode, die sie von solchen Klischees
befreit.

Hier gehts zum ganzen Artikel.


... nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, heißt es doch.

Wenn DIE ZEIT also schreibt:
"Schon länger bewegt dieses Spiel mit Frauen- und Männerbildern die Mode, doch bisher waren es eher die Frauen, die sich männliche Attribute zulegten: Designer haben sich in burschikose Figuren wie die Britinnen Stella Tennant und Agyness Deyn verliebt. Und Tilda Swinton zählt zu den viel beachteten Schauspielerinnen unserer Zeit. Auch Männer verehren sie, obgleich sie nicht im klassischen Sinne weiblich ist. Ihre Haare trägt Swinton kurz, gerne tritt sie im Anzug auf. Jetzt ziehen die Männer nach."

... dann kann ich mir nur wünschen, dass es wirklich so kommt. Ich bin ja schon länger ein Vertreter der Ansicht, dass bloße modische Veränderungen den Männern keine großen Freiheiten bringen werden. Es muss auch ein gesellschaftlicher Wandel hinzukommen, der die Fixierung auf Macho-Ideale Vergangenheit sein lässt.

Interessant übrigens auch die weiteren auf der ZEIT-Website vorhandenen Artikel zum Thema:
"Als Frau bin ich sexy, als Mann schlicht"
Nun werden die Farben neu gemischt

Grüße nancyboy


PS: wobei anzumerken ist, dass Andrej Pejic halt schon ein Mann mit sehr femininen Zügen ist. Solche Kleider kann nicht wirklich jeder (Mann) tragen ...
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stylefreak
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Männlich Löwe Hund

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BeitragThema: Re: Geschlechtergrenzen überwinden   Do Feb 17, 2011 6:17 pm

... und noch ein Nachtrag:

das Thema bewegt übrigens nicht nur ZEIT-Redakteure. Auch SPIEGEL-Online hat vor einigen Tagen ein Video über dieses Thema ins Netz gestellt:

Mann oder Frau Wirbel um ein Model -Video - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Grüße nancyboy
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Androgyn
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BeitragThema: Kleidertausch der Geschlechter, oder Männeremanzipation   Sa Feb 19, 2011 6:32 pm

Hallo nancyboy,

besten Dank für die beiden Artikel:

"Als Frau bin ich sexy, als Mann schlicht"

und

Nun werden die Farben neu gemischt

Sehr gut empfand ich die in den Artikeln positiv beschriebene modische Auflösung der Grenze zwischen den Geschlechtern, die sich seit langem in der Designer-Damenmode abgezeichnet hatte und nun auch in der Herrenmode Platz nimmt. Denn die strikte Trennung in Damen- und Herrenmode hat ausschließlich und nur letztere enorm eingeschränkt.

Männer wollen die verschiedenen Optionen der Modevielfalt zunehmend analog nutzen. Dass die Herrenmode dazu etwas „weiblicher“ wird, ist aus meiner Sicht nicht störend. Der Trend sollte zu einer selbstverständlichen Unisexmode, ohne Geschlechtertrennung, gehen.

Dass ein Kleidertausch zwischen den Geschlechtern, insbesondere die Übernahme einer Damenmode in die Herrenmode, immer noch als nahezu subversiv angesehen wird, ist an etlichen Beiträgen zu den Artikeln abzulesen.

Sobald die künstlich erzeugte Konstruktion von Geschlechtsidentität über z.B. auch Kleidung scheinbar oder tatsächlich unterlaufen wird, scheinen Manche panikartig von einer geradezu umstürzlerischen, gesellschaftlichen Geschlechteraufhebung auszugehen. Sie befürchten dann ein Verlassen der traditionellen Rollenverteilungen und den Verlust ihrer Identität.

Da das männliche Geschlecht in der abendländischen Kultur durch die Jahrhunderte hindurch für gewöhnlich sozial höher bewertet wurde, verliert ein Mann in Frauenkleidern angeblich an Sozialprestige. Ihm wird „Schwäche“ unterstellt. Eine Frau dagegen gewinnt in Männerkleidern an sozialer Bewegungsfreiheit und Ansehen, da sie die bestehenden Machtverhältnisse umkehrt und „Stärke“ zeigt.

Das Bedürfnis, den Geschlechtsunterschied äußerlich zu betonen, mag abnehmen. Frauen tragen jedoch seit langem selbstverständlich Kleidungsstücke, die noch bis vor wenigen Jahren nur den Männern vorbehalten waren. Äußere akzidentielle Merkmale wie eben Kleidung, Accessoires, Frisuren, Gesten, Mimik, Düfte, oder Make-up, die im westlichen Kulturkreis als eindeutige Erkennungsmerkmale des Geschlechtes fungierten, werden zunehmend hinsichtlich der Eindeutigkeit ihrer Zuschreibungsfunktion zu einem Geschlecht bewusst in Frage gestellt. Und zwar gerade deshalb, da sie vom jeweils anderen Geschlecht nicht einfach nur parodiert oder imitiert werden.

Das soziale Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt - wie Kleiderregelungen, geschlechtsspezifische Berufsausübung etc. – ist lediglich eine soziale Konstruktion im jeweiligen Kulturkreis und damit eben nicht eine konstante, unveränderliche und hinzunehmende Tatsache, sondern eine kulturell sehr wohl immer wieder interpretierbare Größe.

Wenn äußere Merkmale einer Geschlechtszugehörigkeit ausgetauscht werden, ist das nicht zwingend ein Anzeichen für eine etwa beabsichtigte Auflösung einer Geschlechterdifferenz. Gerade das Malemodel Andrej Pejic bestätigt, dass das Tragen von Ausstattungsgegenständen des anderen Geschlechtes Unterschiede nicht verschleiert, oder gar die Geschlechtszugehörigkeit völlig verborgen werden soll.

Die Geschlechtszugehörigkeit und die Unterscheidungsmerkmale bleiben ja trotz des Tragens von Ausstattungsgegenständen des anderen Geschlechts erhalten. So ist der Hosenanzug einer Managerin nach einem bestimmten, weiblichen Schnitt angefertigt, Kurzhaarfrisuren von Frauen gleichen kaum denen von Männern. Und auch langhaarige Männer tragen ihre Haarpracht in der Regel in einer als „männlich“ empfundenen Weise, also kaum als geflochtenen Zopf, Haarknoten oder ähnliches.

Rauchende Frauen, die Hosen tragen, gelten heute längst nicht mehr als „unweiblich“, und – wie schon gesagt - eine Managerin im Hosenanzug wirkt selbst mit Krawatte noch feminin, solange sie dabei weitere als weiblich geltende Parameter wie eine bestimmte Frisur, Make-up und Parfüm beibehält. Das Spiel mit der äußeren Erscheinung wie die Übernahme von Kleidungsstücken, die aufgrund lediglich kultureller Konventionen und Traditionen vornehmlich vom anderen Geschlecht getragen werden, muss also nicht notwendigerweise dazu dienen, die eigene Geschlechtszugehörigkeit oder generell die Einteilung der Menschheit in zwei Geschlechter in Frage zu stellen, oder zu verschleiern.

Der oder die Transsexuelle hingegen, will die als typisch geltenden Attribute des angenommenen Geschlechts ungewöhnlich stark betonen und sich einem - imaginären - Geschlechterideal komplett angeglichen. Also die eigentliche ursprüngliche Geschlechtsidentität völlig verschleiern.

Insofern kann ein Kleidertausch (z.B. Unisexmode) nicht als Bruch mit bisherigen Gendervorstellungen verstanden werden. Es geht vielmehr um die längst fällige Eroberung von Darstellungsmitteln und Fähigkeiten, die einem Geschlecht und zwar insbesondere den Männern zu Unrecht abgesprochen wurden und zudem um die Weiterentwicklung modischer Erscheinungen und Möglichkeiten.

Inwieweit das eines Tages gesellschaftlich akzeptiert wird, hängt sicherlich auch sowohl von dem Grad und der Anzahl der einzelnen Teilbereiche, die übernommen werden, als auch stark von einem schlichten Gewöhnungsprozess in der Gesellschaft ab.

Jedenfalls ist eine derartige Panik und Abwehrhaltung die derartige Artikel immer wieder auslösen, völlig unberechtigt.



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stylefreak
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Männlich Löwe Hund

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BeitragThema: Re: Geschlechtergrenzen überwinden   Do Feb 24, 2011 9:40 pm

@Androgyn schrieb:
Hallo nancyboy,

besten Dank für die beiden Artikel:

... besten Dank für die (unverdienten) Lorbeeren. Der Artikel wurde aber dankenswerterweise von nochsoeiner entdeckt ...


@Androgyn schrieb:

Rauchende Frauen, die Hosen tragen, gelten heute längst nicht mehr als „unweiblich“, und – wie schon gesagt - eine Managerin im Hosenanzug wirkt selbst mit Krawatte noch feminin, solange sie dabei weitere als weiblich geltende Parameter wie eine bestimmte Frisur, Make-up und Parfüm beibehält. Das Spiel mit der äußeren Erscheinung wie die Übernahme von Kleidungsstücken, die aufgrund lediglich kultureller Konventionen und Traditionen vornehmlich vom anderen Geschlecht getragen werden, muss also nicht notwendigerweise dazu dienen, die eigene Geschlechtszugehörigkeit oder generell die Einteilung der Menschheit in zwei Geschlechter in Frage zu stellen, oder zu verschleiern.

... richtig, und sie entdecken immer wieder neue Varianten bzw. werden von einer geradezu unüberschaubar großen Modeindustrie, -presse etc. mit neuen Ideen "beglückt".

Kürzlich gesehenes Beispiel: Weibliche Schuhe zu männlicher Mode

Warum gibt es solche Vorschläge o. dgl. nicht immer wieder auch für Männer ... ? Weil die alle nur Sportschau gucken wollen mit ´ner Flasch´ Bier in der Pranke ... ?


@Androgyn schrieb:

Der oder die Transsexuelle hingegen, will die als typisch geltenden Attribute des angenommenen Geschlechts ungewöhnlich stark betonen und sich einem - imaginären - Geschlechterideal komplett angeglichen. Also die eigentliche ursprüngliche Geschlechtsidentität völlig verschleiern.

... das scheint aber leider bei vielen Männern immer noch die einzige Vorstellung zu sein, wie Männer auftreten können, wenn sie "weibliche" Bekleidungsstücke übernehmen wollen. Es gibt da in vielen Köpfen (auch hier in diesem Forum und anderswo immer wieder zu lesen) oft nur Styling-Vorstellungen, die sich an - für heutige Verhältnisse - ziemlich weiblichen Bekleidungsmustern (z.B. Rüschenbluse, feminin gestylter Rock + Stöckelschuhe) orientieren, wenn Männer eine Veränderung ihres Äußeren an(zu)gehen (versuchen).
Insgesamt fehlt es dabei halt auch an den optisch erlebbaren Orientierungsmustern, also Menschen im Straßenbild oder auch nur Schaufensterpuppen, die so einen Style zeigen und damit zum Nachahmen animieren ...

Dagegen überall zu sehen die optische Dominanz der Frauen, besonders in der Zeit außerhalb des Winters, wenn wieder viel Haut gezeigt werden kann ...

Grüße nancyboy

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BeitragThema: Re: Geschlechtergrenzen überwinden   Heute um 8:52 pm

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Geschlechtergrenzen überwinden

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