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 Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung

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Androgyn
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BeitragThema: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   So Sep 18, 2011 4:58 pm

Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung

Clothes-Gender-Definitions

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir Männer eigene Detaildefinitionen zu einer neuen Männermode benötigen. Und zwar gerade deshalb um analog der Damenmode endlich eine eindeutige Abgrenzung zu erreichen.

Als ein Beispiel sei die „Damenbluse“, oder das „Damenhemd“ erwähnt. Durch die Bezeichnung „Damen….“ wird klar gestellt, dass es sich um ein Kleidungsstück für den weiblichen Körperbau zugeschnitten handelt.

Ohne diese notwendige weiblich anatomische Schnittführung müsste es sich also um eine z.B. „Herrenbluse“ handeln, die ansonsten ALLE Vielfältigkeiten einer Damenbluse beinhalten könnte. Also ohne Brustabnäher auch für Herren tragbar sein könnte.

Wobei erwähnenswert ist, dass es Modebereiche geben könnte, wo eine Unterscheidung nicht zwangsläufig nötig wäre; z.B. Schuhe. Nicht jeder Mann hat Breitlatschen, sondern auch einen schmalen Fuß (und umgekehrt sehr wohl auch Frauen). Hier ist m.A.n. lediglich die angebotene Schuhgröße wesentlich. Und diese endet auch bei Frauen bei modischen Schuhen bei meist 41 Größe mit größerer Fußlänge und Fußbreite in den Ladengeschäften der Einkaufszentren.

Nachfolgend einige Definitionshinweise, die zumindest diskutabel sind:

Mairdo = man-hairdo (= Männerhaarschnitt)
Mosmetics = man-cosmetics (=Männerkosmetik)
Mansseire = man-brasserie (= Männerbüstenhalter [men bra])
Munic = man-tunic (= Männertunika – ein römisches Kleidungsstück für Männer und Frauen)
Mirdle = man-girdle (= Männergürtel, -mieder, -hüfthalter und Strumpfhalter)
Murse = man-purse (= Männertäschchen, - beutel; auch Geldbörse, Portemonnaie ironischerweise)
Mirt = man-skirt (= Männerrock)
Mantyhose = man-pantyhose (= Männerstrumpfhose)
Meels = man-heels (= Männerabsatzschuhe; insbesondere Männerstöckelschuhe [men spike heels, men stiletto heels], also hohe Absätze an den Fersen)
Mirl = man-girl (= Mannmädchen [z.B. „Femiman Andrej Pejic“]



BG
Androgyn
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nochsoeiner
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   So Sep 18, 2011 5:55 pm

Hallo Androgyn,

Die Bezeichnungen, die du aufgelistet hast, habe ich teilweise schon in verschiedensten Modeforen und Communities gelesen, wobei diese dann aber meist mit einem Augenzwinkern etc. versehen waren.

Ich selbst halte an sich wenig davon, getrennte Bezeichnungen einzuführen. Statt dessen würde ich die Größenbezeichnung anpassen (z. B durch ein vorangestelltes M oder F).

Wenn es dich aber interessiert, hier auch noch ein paar "verbreitete" Wortschöpfungen:

Meggings
Muggs

VG
nochsoeiner
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PeterM
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BeitragThema: Differenzierte Unisex-Größen   So Sep 18, 2011 9:47 pm

@nochsoeiner schrieb:

Ich selbst halte an sich wenig davon, getrennte Bezeichnungen einzuführen. Statt dessen würde ich die Größenbezeichnung anpassen (z. B durch ein vorangestelltes M oder F).

Also der Vorteil dieser geschlechtseindeutigen Bezeichnungen wäre ein Abbau der Hemmschwelle und der Wegfall des ausgrenzenden Arguments "Das ist nur für Frauen". Das hilft aber nur bei sehr viel größerer (auch medialer) Verbreitung.

Allerdings würde mir auch ein genereller Wegfall der deutlich sichtbaren Abgrenzung gefallen. Stattdessen einfach, wie Du schreibst, ein M oder F vor die Größenangabe.

Damit wäre bei F38 deutlich das es sich um ein an der durchschnittlichen weiblichen Anatomie in Konfektionsgröße 38 orientiertes Kleidungsstück handelt.

Der schreiende Exklusivitätsanspruch wäre damit entfallen, ohne das wichtige schnitt-technische Informationen verlorengingen.
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Hansi1973
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Mo Sep 19, 2011 1:29 am

Ich halte wenig bis gar nichts von diesen M-Wörtern. Ebenso doppelt gemoppelt finde ich aber auch voran gestellte Geschlechtsbezeichnungen, vor allem bei - nach allgemein konnotierter Zuordnung - "eindeutigen" Teilen, bspw. "Damen-Pumps" oder "Herrenunterhose mit Eingriff". Denn das hieße im Umkehrschluss, dass es auch adäquates Modell für das andere Geschlecht gäbe. Dies mag zwar für die meisten als "männlich" angedachten Artikel zutreffen, die dank "Gleichberechtigung" und modischen Trends (boyfriend-, gentleman-, dandy-look, etc.) auch im Damensortiment zu finden sind, aber ganz sicher nicht umgekehrt.

Die Kategorisierung oder Bezeichnung nach Geschlecht mag da noch Sinn machen, wo durch bestimmte Schnittformen der jeweiligen Anatomie die Stücke entsprechend unterschiedlich ausfallen, z.B. bei Oberbekleidung: SIE braucht mehr Platz für die Oberweite, ER mehr für die Schultern (ausgehend vom Durchschnitt).
Aber ob ein Gürtel oder ein Strumpf, ein T-Shirt oder ein Schuh, ein Rock oder eine Hose nun "männlich" oder "weiblich" ist, bzw. von der jeweiligen Geschlechtergruppe angezogen werden soll, ist dem Artikel selbst doch vollkommen egal.
Als (potentieller) Käufer/ Träger solcher Klamotten sollte ich doch ab einem gewissen Alter wissen, was ich wann und wo anziehen kann. Denn da spielt ja nicht nur "männlich-weiblich" eine Rolle. DIe schwarze Cordhose mit Schlag und Zollstocktasche ist fürs Büro ebenso die unpassende Wahl, wie die Woll-Tuchhose mit Nadelstreifen nicht unbedingt ideal auf dem Bau ist; wie auch das lustig-rote Sprüche-T-Shirt ("Sterben tun wir sowieso - schneller gehts mit Marlboro) nicht unbedingt der adäquate Aufzug für Onkel Wilhelms Beerdigungsfeier ist.

Außerdem: was soll diese ganze neue und zusätzliche Geschlechtszuordnung? Ist eine Jacke nicht eine Jacke? Oder habe ich jetzt eine Macke?

Ein Lesebeispiel:
Letzten Samstag ging ich in die Stadt. Ich brauchte neue Mamotten. Zum einen waren einige meiner Munterhosen verschlissen, die Mocken nur noch Einzelpaare und die Mee-Shirts hatten Löcher. Fürs Büro brauchte ich neue Mosen und ein paar Memden. Für die Freizeit ein-zwei Means und ein paar Meat-Shirts. Ich wollte auch mal wieder bei den Möcken nachsehen, da ich im Sommer lieber Möcke statt Morts trage. Außerdem brauchte ich ein paar neue Meggins, nachdem mir meine Freundin eine unter dem Vorwand "metro-man-style" als "Feggins" abgeluchst hatte.
Und neue Schuhe brauchte ich auch. Genügend Mumps in verschiedenen Farben und Absatzhöhen hatte ich eigentlich genug, vielleicht ein paar Mandalen? So richtig schicke Mandaletten? Für den Winter wollte ich mir dieses Jahr auf jeden Fall ein paar schöne Miefel holen! Wobei es da für Männer meist nur knöchelhohe Moots gab, geschweige denn Mover-Knees. Also würde ich auch da wieder im F-Sortiment schauen müssen.
Bei den Accessoires konnte ich mich nicht zurück halten. Zwei neue Mrawatten, eine Miege und ein Mürtel in braun und einer in schwarz wechselten auch hier den Besitzer; wie auch die Malstücher und eine schöne Mandtasche, eine Mlutch. Zu den Moberhemden kamen noch zwei Mlusen und drei Mops dazu...
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Androgyn
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Di Sep 20, 2011 8:54 pm

Hey...

natürlich ist meine Auflistung mit einem Augenzwinckern zu verstehen. Dennoch soll es dazu animieren über sinnige internationale Bezeichnungen zumindest nachzudenken.

Den von mir anvisierten Hauptvorteil hat auch PeterM beschrieben:

Zitat: "Also der Vorteil dieser geschlechtseindeutigen Bezeichnungen wäre ein Abbau der Hemmschwelle und der Wegfall des ausgrenzenden Arguments "Das ist nur für Frauen"."

Sobald ein Kleidungsstück in den Herrenabteilungen als "männlich" deklariert ist, würde es auch erworben. Dies wäre ein erster Schritt.

Alles andere, nämlich bereits den zweiten Schritt zu betreiben, löst bei mir eine Stolpersorge aus.

Fordern können wir Vieles. Erreichen werden wir unsere Ziele aber nur in kleinen, geduldigen und wohl bedachten Schritten.

BG
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teerpirat
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Di Sep 20, 2011 9:52 pm

Hey,

Ich halte von diesen Bezeichnungen gar nichts. Für mich ist eine Hose eine Hose, und eine Jacke eine Jacke. Entscheidend ist, ob das Kleidungsstück mir gefällt oder nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es aus der herren-oder Damenabteilung stammt. Welchem Geschlecht das Kleidungsstück eindutig zugeordnet ist, entnehme ich ausschliesslich der Passform nach der Anprobe.

Aber im Prinzip ist alles für jeden tragbar, sofern es passt.

Die Einführung besonderer Bezeichnungen zur Verdeutlichung, dass es ein für Männer targbares Kleidungsstück ist, mag für Männer Sinn machen, welche sich nicht trauen, mal was aus der Damenabteilung anzuprobieren.
Für mich jedoch nicht, da ich über genug Selbstbewusstsein verfüge, um mich über Stereotype und Geschlechtertrennungen hinwegzusetzen.

"natürlich ist meine Auflistung mit einem Augenzwinckern zu verstehen. Dennoch soll es dazu animieren über sinnige internationale Bezeichnungen zumindest nachzudenken.

Zitat: "Also der Vorteil dieser geschlechtseindeutigen Bezeichnungen wäre ein Abbau der Hemmschwelle und der Wegfall des ausgrenzenden Arguments "Das ist nur für Frauen"."

Siehe oben. Die Mehrheit der Männer traut es sich nicht zu, sich klarzumachen, dass ein Damenkleidungsstück nicht zwangläufig nur für Frauen tragbar ist.

"Sobald ein Kleidungsstück in den Herrenabteilungen als "männlich" deklariert ist, würde es auch erworben. Dies wäre ein erster Schritt."

So sicher wäre ich mir nicht. Selbst wenn der Mann sich getraut, entsprechendes zu tragen, wird seine Umgebung ihm das ausrreden, wie Verwandte, Partnerin etc, halt der Satz "Das kannst Du doch nicht tragen!"

"Fordern können wir Vieles. Erreichen werden wir unsere Ziele aber nur in kleinen, geduldigen und wohl bedachten Schritten."

Welche Ziele meinst Du konkret? Mein Ziel ist es nur, die Kleidung tragen zu wollen, welche mir gefällt. Ich strebe nicht an, zu fordern, dass sich was in der Herrenmode ändert. Wozu auch ? Ich für meinen Teil habe nach 4 Jahren die Schlussfolgerung gezogen, dass sich auch in den nächsten Jahren nix Grossartiges ändern wird.

Sorry, dass meine Ausführungen ziemlich schonungslos rüberkommen. Ich habe Träume und Hoffnungen, aber ich habe auch den Blick für die Realität.

LG
teerpirat






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PeterM
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BeitragThema: Das ist schon ein Schritt   Mi Sep 21, 2011 9:48 pm

@teerpirat schrieb:

Aber im Prinzip ist alles für jeden tragbar, sofern es passt.

Das stimmt.

@teerpirat schrieb:

Zitat: "Also der Vorteil dieser geschlechtseindeutigen Bezeichnungen wäre ein Abbau der Hemmschwelle und der Wegfall des ausgrenzenden Arguments "Das ist nur für Frauen"."

Siehe oben. Die Mehrheit der Männer traut es sich nicht zu, sich klarzumachen, dass ein Damenkleidungsstück nicht zwangläufig nur für Frauen tragbar ist.

...

"Sobald ein Kleidungsstück in den Herrenabteilungen als "männlich" deklariert ist, würde es auch erworben. Dies wäre ein erster Schritt."

So sicher wäre ich mir nicht. Selbst wenn der Mann sich getraut, entsprechendes zu tragen, wird seine Umgebung ihm das ausrreden, wie Verwandte, Partnerin etc, halt der Satz "Das kannst Du doch nicht tragen!"

"Das kannst DU doch nicht tragen" ist allerdings als Kritik sehr viel leichter zu hinterfragen als das knüppelartige "Das ist NUR für Frauen" oder gar das "Du trägst Frauenkleider"

Bei ersterem kann man kontern mit "Warum, sehe ich so scheisse aus das mir körperbetontes nicht steht?" Die Kleidung wird damit dann individualisiert betrachtet.

Bei zweiterer Argumenteklasse muss man erstmal aus der Defensive heraus die Befürchtung zerstreuen, das man nächste Woche Loretta heissen möchte und sich nächsten Monat umoperieren läßt.

Hier schlägt dann die Kollektivbetrachtung (Kleidung als Geschlechteruniform) zu. Ungleich schwerer zu entkräften.

@teerpirat schrieb:
Welche Ziele meinst Du konkret? Mein Ziel ist es nur, die Kleidung tragen zu wollen, welche mir gefällt. Ich strebe nicht an, zu fordern, dass sich was in der Herrenmode ändert. Wozu auch ? Ich für meinen Teil habe nach 4 Jahren die Schlussfolgerung gezogen, dass sich auch in den nächsten Jahren nix Grossartiges ändern wird.

Naja, ein bisschen was tut sich ja schon. Männerbasics für den Oberkörper (Shirts, Pullover, Hemden) sind wieder figurnaher geworden in den letzten Jahren. Und es gibt auch mehr Farbe.

Schuhe sind noch ein echtes Problem und Hosen...

Bis das in der Masse sichtbar wird vergehen allerdings wohl noch ein paar Jahre.
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Androgyn
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Sa Sep 24, 2011 2:52 pm

Hey teerpirat….

Ich bin sicher, dass wir beide nicht generell und absolut völlig auseinander liegen.

Ich sehe aber sehr wohl, dass eine geschlechtseindeutige Bezeichnung einen Abbau der Hemmschwelle für Männer bedeuten würde, denn damit ist klargestellt, dass diese Kleidung auf den männlichen Körperbau zugeschnitten und mithin tragbar als „gendertypisch männlich, oder zumindest Unisex männlich/weiblich“ tragbar ist.

I.) Beispiel:
Eine Damenbluse OHNE Brustabnäher könnte auch in der Herrenabteilung als Herrenbluse hängen. Außerdem hat nicht jede Frau automatisch einen XXL-Busen, der diese Einheitsabnäher erfordert.

Gleichzeitig könnte es Schnittmengen in Richtung „Unisex“ geben:

II.) Beispiele:
a) Strickpullover, T-Shirts, Capes, Röcke meist ebenso, Accessories, Schmuck …usw.
Bei Kleidern gilt analog das unter röm. I.) Gesagte.

b) “Schuhe” sowieso; dort muss m.A.n. keine Unterscheidung in Damen- oder Herrenschuhabteilungen stattfinden. Frauen mit größeren Größen über 41 und breiterem Fußbett haben es schwer einen modischen Schuh in der Damenabteilung zu finden. Umgekehrt ergeht es aber auch Männern. Ich habe Größe 43 aber ein schmales Fußbett. Ich Herrenschuhen schwimme ich regelrecht.

Gerade bei Schuhen fällt mir auf, dass z.B. Leggings mit Rock drüber, schmale Hosen, oder so mancher Rock am Mann - als auch an der Frau - mit Flachtretern zumindest mein ästhetisches Gefühl verletzen. Ästhetik hat mit Schönheit und vor Allem mit Harmonie zu tun. Und deshalb kann sich das Tragen von z.B. Leggings oder Röcken vom Mann nicht alleine auf irgendwelche modischen Teilbereiche beschränken.

Wo wir beide, lieber teerpirat, möglicherweise tatsächlich divergieren ist in unser beider Zielsetzung:

A) Du beschreibst als Deine Zielsetzung, dass Männer sich zutrauen sollten sich über Stereotype und Geschlechtertrennung hinwegzusetzen und sich einfach mutig aus den Damenabteilungen bedienen sollten. Daher erscheint es Dir unnötig, dass sich die Männermode ändern muss.

B) Exakt hierzu bin ich völlig anderer Ansicht. Meine Zielsetzung ist eine Schnittmenge in Richtung Unisex und gleichzeitig eine neue selbstbewusste und sexy Männermode. Dass diese sich zwangsläufig an die Damenmode in Teilbereichen anlehnen muss, ist kein Zufall sondern lediglich Notwendigkeit.

Solcherart betrachtet, drängt sich bei mir der Eindruck auf, dass Deiner Meinung nach „Männerabteilungen“ völlig überflüssig sein können, wenn Männer – analog Deinem Selbstbewusstsein - nicht so feige wären dort einzukaufen.

Das aber wäre tatsächlich Transfetisch in Reinkultur.

Selbst Frauenemanzen hatten die Abschaffung von Frauenabteilungen zu keiner Zeit gefordert. Sie hatten lediglich die Hose in den Frauenabteilungen auf den weiblichen Körperbau zugeschnitten gewünscht und durchgesetzt. Und zwar ohne in den Geruch dieses Transfetischismus, oder in sexueller Ausrichtung als Lesben zu geraten.

Tatsache dürfte sein, dass Männer mit Transfetisch eine neue Männermodeline gar nicht wünschen. Denn der Fetisch besteht ja im Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts. Und zwar 1:1. Eine allgemeine Aufweichung dieser Grenzen würde dieses sexuell ausgerichtete Anliegen torpedieren und ist damit eher unerwünscht?

Gerade deshalb ist es unbedingt notwenig auch in der Männermode eine eigene neue Modeline zu finden und sich exakt dadurch von diesen unsäglichen Vorurteilen frei zu schwimmen.



Dass dazu eine teilweise Adaption aus der Damenmode stattfinden muss, liegt auf der Hand. Denn umgekehrt hat das ja bereits komplett stattgefunden. Ich erinnere an Overknees für Männer.

Dazu passt auch das Malemodel Andrej. Er trägt Männer- und Frauenmode und auch Schnittmengen über den Laufsteg. In keinem mir bekannten Fall stopft er Silikon unter ein Kleid. Ähnlich verhält sich das bei Visual Kei. Mana Sama beispielsweise trägt zwar als ausgesprochen feminin geltende Kleidung, aber eben nicht in Anpassung an den weiblichen Körperbau.

Beide (Andrej und Mana Sama) mögen Extreme sein. Könnten aber erahnen lassen, was ich meine.

Wohl gemerkt, lieber teerpirat, ich bitte lediglich darüber nachzudenken welche Zielsetzungen alternative Männermodeforen als Gesamtheit und nicht in Einzelschicksalen haben sollten? Vielleicht hatte ich Dich aber auch falsch interpretiert? Dann bitte ich um Nachsicht.

BG an Dich
Androgyn



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Juergen64
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Sa Sep 24, 2011 10:16 pm

Also ich fände schon eine Kennzeichnung für geschlechtspezifische Merkmale sinnvoll. Für Röcke bedeutet das, dass höchstens das Verhältnis Taille-Hüfte in Einzelfällen berücksichtigt werden muss. Aber das sehe ich nicht wirklich als gravierenden Unterschied, da gibt es bei beiden Geschlechtern beide Varianten. Bei Oberteilen aber sieht es viel schwieriger aus. Männer haben keinen Busen. Dafür ist der Operkörper länger, der Brustkorb massiver, vor allem in der Breite, und die Schultern breiter. Da ist wirklich ein anderes Maß, unter Umständen gar eine andere Schnittführung erforderlich.

Das heißt: bei Röcken nach wie vor einfach probieren, so viel Unterschied ist da nicht. Bei Oberteilen oder Kleidern wünsche ich mir tatsächlich andere Lösungen, da Ware aus der Damenabteilung trotz über 10 Jahren Suche nicht wirklich passt!
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Androgyn
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Mo Sep 26, 2011 1:12 pm

Hey Jürgen....

Ich bin völlig Deiner Meinung. Gerade deshalb sollten m.M.n. sehr wohl geschlechtsspezifische Bezeichnungen in manchen Modebereichen Abhilfe schaffen. Freilich wird das erst dann wirklich notwendig, wenn die Modebranche/Modehandelsketten unsere Anliegen auch umsetzen.

Bereits heute darüber nachzudenken, kann aber nicht schaden.

BG
Androgyn

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teerpirat
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Mo Sep 26, 2011 2:36 pm

@Androgyn schrieb:
Hey teerpirat….

Wohl gemerkt, lieber teerpirat, ich bitte lediglich darüber nachzudenken welche Zielsetzungen alternative Männermodeforen als Gesamtheit und nicht in Einzelschicksalen haben sollten? Vielleicht hatte ich Dich aber auch falsch interpretiert? Dann bitte ich um Nachsicht.
BG an Dich
Androgyn

Hi Androgyn,

Ich seh schon, ich muss einiges näher konkretisieren, es ist mir nicht entgangen, dass Du meine Äusserung fraglich betrachtest.

Aber wir unterscheiden uns in einer Sache wohl grundlegend:
Du bist Optimist, ich bin Fatalist.

Ganz klar wünsche ich mir, dass sich die Herrenmode ändert, nicht nur, dass ein breiter gefächertes Angebot besteht, sondern auch, dass mal was "Tragbares und Strassentaugliches" für Männer angeboten wird.
Konkret: Mehr Auswahl an Schnitten, figurbetonte statt schlabbrige Kleidung sowie ein ausgebautes Sortiment an Schuhen, welches den Mann dazu anregen soll, mehr als nur zwei Paar Schuhe zu tragen.

Ich selbst hatte bisher nix wesentliches dazu beigetragen, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass Männer sich auch anders anziehen können als nur den 08/15-Kram. Ich denke mal, alleine dass ich meine Mode öffentlich im Alltag trage, sollte das schon genug sein, dass die Leute zumindest wahrnehmen, dass es auch anders geht.

Ich habe in den letzten Jahren alles verfolgt, was andere mir bekannte Leute schon alles unternommen hatten, ïhr Anliegen zur Herrenmode public zu machen. Noch dazu die unzähligen Entwürfe von Designern.

Aber in den ganzen Jahren ist nichts davon an die Öffentlichkeit gekommen, Aktionen wie Queer-Walks sind schnell wieder in Vergessenheit geraten, niemand regt Interesse an meinen Outfits, Ketten anschreiben brachten bisher keine Reaktionen - alles zusammen veranlasst mich dazu, die Dinge so hinzunehmen wie sie sind und nicht mehr weiter darauf zu hoffen, dass die Herrenmode sich grundlegend zu unseren Gunsten verändern. Obwohl, genau betrachtet scheint man wieder mehr zu figurbetonter Kleidung zu gehen.

Das reicht aber bei weitem nicht aus, unsere Bedürfnisse zu decken.

Ja, Du hast recht, in der Gesamtheit könnten wir was bewegen - aber dazu muss von allen Moderebellen Unterstützung kommen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Das heisst aber auch, dass hier, wie Du schon sagtest, jeder Stil willkommen ist und auch toleriert wird.
Denn ich möchte auf keinen Fall, dass hier ähnliche Glaubenskriege aufkommen wie im Rockforum.

LG
teerpirat
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PeterM
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BeitragThema: Trends und Moden   Mo Sep 26, 2011 11:10 pm

@teerpirat schrieb:
Obwohl, genau betrachtet scheint man wieder mehr zu figurbetonter Kleidung zu gehen.

Das reicht aber bei weitem nicht aus, unsere Bedürfnisse zu decken.

Es ist aber mal ein schönes Zeichen.

Und wer weiss, vielleicht hast ja Du (mit vielen anderen) mit Deinen Aktionen genau das bewirkt?

cheers
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Androgyn
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   Di Sep 27, 2011 8:00 pm

Hey Peter....

RICHTIG... es könnte ja durchaus sein.

BG
Androgyn

P.S. Ich liebe kluge Tütenköpfe.
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BeitragThema: Re: Eindeutige Bezeichnungsdefinitionen Männer- und Frauenkleidung   

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