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 Sie rocken nicht

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BeitragThema: Sie rocken nicht   Fr Sep 25, 2009 10:07 pm

Hi,

Zitat :
Männer dürfen alles tragen - außer Röcke. Als eine der wenigen modischen Revolutionen lässt der selbstbewusste Mann mit Rock auf sich warten. Warum?

hier ein Bericht aus der TAZ über den Männerrock.

MFG Michael

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BeitragThema: Re: Sie rocken nicht   So März 28, 2010 9:33 am

... also, nachdem ich mir in den letzten Monaten so allerlei Gedanken zu diesem Artikel gemacht habe, gebe ich jetzt mal meinen Senf dazu ab:

kann es vielleicht sein, dass sich die ersten (Neu-)Anfänge der Männerrock-Bewegung (in den 1960er Jahren gab es sowas ja wohl schon mal, habe da mittlerweile ein paar Bilder gesehen, die ich noch einstellen kann), etwas zu sehr an der damals schicken Techno- und Goth-Szene orientiert haben, so dass nach deren Abebben etwa zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts auch dieser Kleidungsstil "aus der Mode" kam. 

Man muss sich halt schon klarmachen, denke ich, dass auch die Mädels in der Zeit zwischen etwa 1995 - 2005 überwiegend zu knöchellangen Röcken gegriffen haben. Dazu haben dann natürlich Buben mit gleicher Rocklänge durchaus dazu gepasst. Diese Zeiten sind aber ziemlich eindeutig vorbei, kommen bestimmt irgendwann mal wieder (Mode wiederholt sich ständig), aber keiner weiß wann ...
Parallel dazu war es auch üblich, dass "Männerröcke" immer ganz besonders männlich auszusehen hatten, um ja nicht den Eindruck von "unmännlich" (=schlimm) oder "schwul" (= ganz schlimm) oder Fetischist (= pervers) zu erwecken. Die seit Jahrzehnten übliche - ausschließlich negative - Abgrenzung der Männer von allem Weiblichen in Sachen Mode also. Das hat offensichtlich keine nachhaltige Wirkung auf eine größere Zahl von Männern gehabt, das männliche Röcketragen blieb sozusagen ein "Eventereignis".

Schauen wir uns dagegen den Kampf der Frauen um die Hose an. Dieser beginnt spätestens mit der franz. Revolution. Den Frauen wird das Hosentragen gleich wieder verboten. Durch das 19. Jh. hindurch werden deswegen immer mal wieder Frauen eingesperrt. In den 1920/30er Jahren kommt  es vor allem in der Kunst- und Filmszene in Mode (z.B. Marlene Dietrich oder die damalige Freundin von Heinz Rühmann), diese tragen Hosen aus der Männerkollektion. Im 2. Weltkrieg ist es teilweise in der Industrie und danach - aus Not - bei den Trümmerfrauen verbreitet. Ab Mitte der 1950er Jahre wird es offizielle Mode, wobei die Caprihose als Damenhose eingeführt wird (glaube, von Coco Chanel kreiert). Aber hat diese Damenhose in der breiten Masse Erfolg. Klar, es gibt viele Filme aus dieser Zeit mit "Damenhosen"-tragenden Frauen. Ich habe in den letzten Jahren aufmerksam die alten Stadt-Chroniken von Karlsruhe aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren verfolgt (fand ich irgendwie lustig). In mindestens einem Dutzend solch halbstündiger Filme habe ich gerade in einem einzigen aus den frühen 60ern eine einzige hosentragende Frau gesehen. Wenn ich das zugrundelege, dann hat sich die hosentragende Frau doch wohl erst in der breiten Masse durchgesetzt, als die Hippies und die Studenten der späten 1960er Jahre das zum normalen Look erklärten. Und was trugen die Mädels da: die ganz normalen Männerklamotten, die vielleicht durch eine feminine Frisur und ab und zu durch eine hübsche Bluse ergänzt wurden, so dass man sie als weiblich erkennen konnte. "Frauenhosen" haben die alle nicht gebraucht, um mit dieser Mode glücklich zu werden, wenngleich es diese vorher und nachher natürlich immer wieder gegeben hat.

Meine persönliche Schlussfolgerung daraus lautet bis auf weiteres:
MANN sollte nicht so sehr darauf achten, dass die Klamotten, die er trägt aus der "Männerabteilung" stammen, sondern darauf, ob es ihm steht. Im Übrigen sollte es vielleicht einfach ausreichen, dass er sich z.B. durch seine Haartracht oder irgendwelche einzelnen "männlichen" Kleidungsstücke als solcher zu erkennen gibt. Das sollte genügen ...


Grüße nancyboy
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