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micha1964

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 Menswear für den kommenden Herbst / Winter

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nochsoeiner
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Männlich Wassermann Ziege

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BeitragThema: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   So Jan 15, 2012 8:22 pm

Hallo zusammen,

ich will nur kurz daran erinnern, dass seit gestern die Männer-Modewochen laufen.
Seit gestern in Mailand, anschließend in Paris (parallel zu Berlin, von wo aus natürlich deutlich mehr berichtet werden wird - ist ja klar)

Wer die Schauen übrigens - nahezu live - verfolgen will, dem empfehle ich die Seite www.nowfashion.com.

Dort gibt es ach ein Archiv mit den bisherigen Schauen sowie eine Möglichkeit zu kommenieren.

Viel Spaß,

nochsoeiner
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Juergen64
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   So Jan 15, 2012 9:56 pm

Danke für den Link!
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Androgyn
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BeitragThema: Fashion Weeks 01/2012   Mo Jan 16, 2012 9:47 pm

Hey….

Na da bin ich gespannt, was die Designer für den Herbst 2012 an Männermode über die Laufstege bringen. Sicherlich bleiben die hier im Forum bereits genannten Designer - sofern bei diesen Fashion Weeks vertreten – interessant. Beachtenswert wären zudem neue Designer mit Mut zum Traditionsbruch in der Männermode.

Dabei muss es nicht etwa nur um den Rock am Mann gehen, auch wenn der Rock zweifelsfrei extrem mehr Möglichkeiten im Vergleich zur Hose bietet. Jedenfalls ließe auch die Männerhose wesentlich mehr Variationen zu, als derzeit angeboten. Bei den Oberteilen der Männermode verhält sich das nicht anders.
Vielfältigere Kombinationsmöglichkeiten in der Männermode, analog der Damenmode, wären prächtig und an der Zeit.

In den Modemedien werden sich die Highlights der Faschion Weeks leider erst Wochen und Monate später umfassender präsentieren. Nämlich dann, wenn die Modejournalistinnen diese aufgearbeitet haben.

Ein kleiner Streifzug, wie unter „nowfashion“ sichtlich, bietet schon mal einen Ausblick.

Besten Dank nochsoeiner. Es wäre Klasse, wenn Du diese Modewochen weiter beobachten und entsprechende Links hier einsetzen könntest.

BG
Androgyn



Zuletzt von Androgyn am Sa Jan 21, 2012 5:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bonfreund
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   Fr Jan 20, 2012 1:28 am

Hi,
hab gerade mal bei Nowfashion nachgesehen- Bemühungen sind ja da- nur finde ich nur wenige Modelle Strassentauglich.
Sollten etwas näher an der Realität designen, vielleicht steigen dann die Vorstellungskräfte, es am eigenen Körper zu tragen, ohne die Urangst, es könnte auffallen.
Lg Bonfreund
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nochsoeiner
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Männlich Wassermann Ziege

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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   Fr Jan 20, 2012 7:58 am

Moin,

Sorry, aber was heißt hier "Bemühungen sind ja da"? Ich habe selten so konservative Schauen gesehen wie diese Saison bisher.

Von Mailand hab eich eigentlich nicht viel anderes erwartet, aber mal schauen, was Paris noch bringt.

BG
nochsoeiner
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teerpirat
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   Fr Jan 20, 2012 8:42 am

Habe mir das mal angeschaut.

Nicht meine Welt, aber Geschmäcker sind ja verschieden.
Aus meiner Sicht wenig strassentauglich, aber ist es nicht so, dass manche Entwürfe in stark abgeschwächter Form ihren Weg in die Handelsketten finden?
Zumindest wäre das für mich immerhin eine Erklärung, zu welchem Zweck Modeschauen überhaupt dienen?

Androgyn, Du weisst doch so gut Bescheid, klär mich mal auf Very Happy

LG
teerpirat
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Androgyn
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BeitragThema: Grundbedürfnisse und Designermode - Für wen?   Sa Jan 21, 2012 5:23 pm

Hey…

Vorab besten Dank, lieber Teerpirat, für Deine Frage:“ Welchem Zweck dienen Modeschauen?“

Deine Frage ist als Mosaikstein für unsere Männermodeansprüche von wesentlicher Bedeutung. Ich hatte also nachgedacht und starte einen Erklärungsversuch:

A) Übergeordnete Betrachtung:


Modeschauen haben m.A.n. ebenso wie die Mode an sich einen extrem hohen Stellenwert und eine Daseinsberechtigung.

Mode ist individueller Ausdruck von Lebensstil, Lebensform und Selbstverwirklichung als eine Art ästhetisches Gesamtkunstwerk eines Menschen.

Folglich sagt Mode jedem einzelnen Betrachter entweder zu, wird abgelehnt, oder ist egal.

Mode erfüllt ein Grundbedürfnis (siehe ähnlich Maslowsche Bedürfnispyramide;wie z.B. Essen, Trinken, Schlafen). Nämlich u.a. das Grundbedürfnis nach Aufmerksamkeit erregen, Interesse finden, Achtung erzeugen, Respekt erhalten. Daneben geht es um die Grundbedürfnisse nach Abwechslung und Individualität. Schlagworte dazu sind: Anderes, Verschiedenes, Neues aber auch Unverwechselbares, Persönliches, Einmaliges, Eigenes … etc.

Neben der Kleidung selbst geht es hinsichtlich Individualität darüber hinaus um eine noch weitergehende Gestaltung der äußeren Erscheinung, im Zusammenwirken von Frisur, Körperpflege, und Gesichtspflege sowie um das Auftreten (Haltung, Mimik und Gestik). Das erst erschafft den unverwechselbaren eigenen Typ.

Beispielsweise bedingen in der Damenmode Heels eine völlig andere Körperhaltung. Eine enge figurbetonende Bluse lässt den Oberkörper sich strecken. MakeUp unterstreicht die Mimik. Die Kleidung, z.B. ein Bleistiftrock wirkt sich im Bewegungsablauf aus. Die Aussenwirkung und das damit verbundene mit sich selbst beschäftigen erzeugt den inneren Wohlfühlfaktor.

Das Seltsame ist, dass es neben obig erwähnter Individualität auch das Grundbedürfnis nach Konformität gibt. Beides scheint sich oberflächlich betrachtet zu widersprechen und damit in einem Spannungsverhältnis zu stehen. Der Wunsch nach Konformität gründet sich in Gruppen- oder Rollenerwartungen. Man fällt nicht allzu sehr unangenehm auf, tanzt nicht aus der Reihe, gehört einer Gruppe an, an die man sich durch Nachahmen leicht anpassen kann. Hierbei geht es folglich um gewolltes angepasstes gesellschaftlichen Gruppenverhalten ("Benimm-Regeln").

Ein typisches Beispiel ist der Männeranzug als gruppenzugehörige Funktionskleidung zu nennen. Aber auch die geschlechtsspezifische Gruppeneinteilung in Mann und Frau. Frau hatte ausschließlich und nur Röcke/Kleider, und Mann hat nach wie vor ausschließlich und nur Hosen zu tragen. Feministinnen trugen seinerzeit Hosen als äußeres Zeichen ihrer Gruppenzugehörigkeit. Wie auch immer… Rock oder Hose hat als Bedeutung einer geschlechtsspezifischen Gruppenzugehörigkeit in Mann oder Frau keine Bedeutung mehr.

Obige Ausführungen erklären mir die Laufstegmode der Designer. Der eine geht mehr in Individualität, der andere mehr in Konformität.
In der Herrenmode lässt sich Konformität in seiner Massentauglichkeit momentan noch leichter vermarkten.

In der Damenmode greifen keinerlei Beschränkungen mehr. Rock oder Hose, Minni, Midi oder Maxi Rock, oder was auch immer, hat keine (saisonell sowieso nicht mehr) Bedeutung. Die Damenmode hat Modediktate gänzlich verlassen und gründet sich ausschließlich in Individualität und zwar aufgrund deren unglaublicher Vielfalt und nahezu wöchentlicher neuer Abwechslung.

Gleichwohl haben alle weltweit anerkannten wenigen Designer für die oberen 10.000 ihre Daseinsberechtigung, da auch sie ein Grundbedürfnis „Mode“ von gut betuchten Menschen, in welche Richtung dieses auch immer gehen mag, decken und vor Allem publik machen. Grundbedürfnisse werden von Menschen sowieso unterschiedlich bewertet. Gleichzeitig bewerkstelligen die Star-Laufstegdesigner durchaus diverse Modeinputs bei den Modehandelsketten. Wenn auch nur extrem geringfügig.

Dass sich kein Star-Designerentwurf 1:1 in den Modenhandelsketten wieder findet, ist erklärlich. Diese Star-Designer haben eine Art „Copyright“ (Patent) auf ihre Entwürfe. Star-Designer unterhalten zur Vermarktung ihrer Laufstegmode eigene Boutiquen in allen Metropolen dieser Welt für die oberen 10.000 zu exorbitanten Preisen. Eine Breitenvermarktung ihrer Designs ist folglich unerwünscht und für diese Star-Designer wirtschaftlich völlig unnötig.

Als Ideengeber für das Heer der bei Modehandelsketten tätigen Designer – das dürfte in viele hunderttausende gehen - dienen diese wenigen Stardesigner dennoch. Noname-Designer müssen Stardesigner-Entwürfe umwandeln, abschwächen, ja aus Copyright-Gründen geradezu völlig neu entwerfen.

Bei den Noname-Designern der Modehandelsketten stört mich enorm deren völlige Unkreativität in der Herrenmode. Selbst der Handelsriese „H&M“ hat beispielsweise zu den alle paar Jahren angebotenen Männerrock externe Stardesigner - sicherlich auch zu Werbezwecken - gegen extrem hohes Honorar bemüht. Die Auswahl von „H&M“ dieser Stardesigner erfolgte natürlich aus der von diesen gezeigten Laufstegmode. Nochmals zur Klarstellung: Kein einziger „H&M“-Männerrock stammt m.K.n. aus der Designerabteilung dieses Handelsmolochs.

Mode dürfte unbestreitbar schon immer eine Kennzeichnung für einen gesellschaftlichen "Zeitgeist" gewesen sein. Ich erinnere z.B. an die Mode der Epochen, Geistes-Strömungen und Stilrichtungen etc. - bunt zusammengewürfelt - Scholastik, Renaissance, Reformation, Aufklärung, Klassik, Romantik, Barock, Manierismus, Rokoko, Naturalismus, Neoklassizismus, Jugendstil, fin de siècle, Impressionismus und Pointilismus, Expressionismus, abstrakte Kunst, Dadaismus, Surrealismus uswuswusw.

Gesellschaftlicher „Zeitgeist“ wird gerade in der Mode durch Trendsetter, z.B. Modeschöpfer und Modedesigner, Mode-Models, Rolle der "Promis", Stars und Sternchen, Künstler, Idole und Vorbilder (obere 10.000), der breiten Öffentlichkeit über die Medien vorgetragen. Diese Trendsetter sind die „Träger“ eines jeweiligen sich wandelnden „Zeitgeistes“ und nicht etwa irgendwelche Modehandelsketten.

Zu allen Zeiten hatten Trendsetter in der Mode eines gemeinsam: Das höchst feinfühlige Gespür für einen gesellschaftlichen Zeitenwandel.

Mode bleibt folglich eines der spannendsten gesellschaftlichen Themen, da es die jeweilige Gesellschaft hinsichtlich Lebens-, Gestaltungs-, Schönheitsideale usw. in all seinem stetigen Wandel widerspiegelt.

B) Untergeordnete Betrachtung:

Zu unterscheiden ist zunächst eine Laufstegmode / eine Modeshow in:

1.) „Haute Couture“


Also reine Star-Designermode für Laufstege und Models für die oberen 10.000, die sich in zuweilen höchst ungewöhnlichen und nicht straßentauglichen Kreationen – durchaus beabsichtigt - zeigt. Es sind Einzelanfertigungen die die oberen 10.000 gerne zu ihrem Grundbedürfnis nach Individualität auch innerhalb ihrer Gruppe der oberen 10.000 tragen. Das Signal soll sein: Ich bin einmalig und gehöre dennoch einer gesellschaftlich hoch gestellten Gruppe an. Das völlig Untragbare wird dort zum Statussymbol. Die Stardesigner die sie mit völlig abgefahrenen Entwürfen beschäftigen lässt sich aber überschauen.

Siehe Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Haute_Couture

2.) „Prêt-à-porter“


Für uns beachtenswerter sind die so genannten „Prêt-à-porter“ (sinngemäß: „Fertig von der Stange“) Modeshows. Gemeint ist folglich sofort straßentauglich tragbare Kleidung.

Dazu ein Zitat aus Wikipedia:

„Prêt-à-porter ist Kleidermode, die, wie die wörtliche Übersetzung aus dem Französischen sagt, „bereit zum Tragen“ ist. Unter dieser tragefertigen Bekleidung versteht man Kleidung, die im Gegensatz zur Haute Couture nicht nur für den Laufsteg und Models erschaffen wurde, sondern in Standardgrößen und im fertigen Zustand auf den Markt kommt. Sinngemäß bedeutet prêt-à-porter etwa so viel wie Konfektion oder „von der Stange“ – wobei der Begriff meist im Zusammenhang mit den Entwürfen und Schauen großer Modehäuser verwendet wird und somit keine abwertende Konnotation als Massenware trägt. Im Englischen wird auch der gleichbedeutende Begriff ready-to-wear (dt. 'bereit zum Tragen') verwendet.
Einige Modehäuser bzw. Modeschöpfer kreieren Prêt-à-porter-Produktlinien, die industriell massengefertigt werden. Bei anderen sind diese Produkte immer noch sehr exklusiv und werden nur in limitierter Stückzahl und nur eine bestimmte Zeit lang produziert. Im Unterschied zur Haute Couture handelt es sich dabei jedoch nie um Einzelstücke, und auch nie um Stücke, die nur zur Erzeugung von Aufmerksamkeit auf Modenschauen entworfen werden.
Oft werden die Kollektionen in gehobenen Modehäusern sogar noch in einem eigenen Atelier gefertigt. Auch werden viele von ihnen ausgestellt und auf Modeschauen präsentiert. Es gibt jedoch nur noch wenige Betriebe, die nach wie vor in Deutschland produzieren. Diese Betriebe verkaufen ihre Kollektionen vor allem ins Ausland.“

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%AAt-%C3%A0-porter

Das für mich noch nicht Ergründbare ist, weshalb sich in der „Haute Couture“ der Rock am Mann (als Synonym für neue Männermode bitte verstanden) sehr häufig findet, in der „Prêt-à-porter“ aber kaum. Das ist ärgerlich, denn Ready-to-wear-Kleidung wird von Modehandelsketten eher aufgenommen.

Ergebnis:

Wir Männermode-Enthusiasten müssen uns für die Durchsetzung einer vielfältigeren Männermode (Synonym: „Rock am Mann") aller Hilfsmittel bedienen. Unter anderem auch den Modeschauen.

Jedenfalls waren die Chancen für modebewusste Männer noch nie so gut wie heute.

BG
Androgyn



Zuletzt von Androgyn am Di Jan 24, 2012 2:20 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Bonfreund
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   So Jan 22, 2012 12:01 am

Also, ich habe eben (21.1.12 23:00) auf Arte die Sendung Style Nite angesehen. Berliner Fashion Week, Drei Designer haben präsentiert.
Ja es war mir schon klar, das dort hauptsächlich Damenmode gezeigt wurde.
Diese Mode ist absolut Strassentauglichh, farbenfroh und echt geil geschnitten gewesen. Ich war wirklich begeistert und gespannt, wenn Herrenmode, dann welche.
Ja.
Hm.
Doch, es waren einige wenige Modelle dabei.
Nee- nicht viele, es waren weniger als Zehn ( 10 ).
Wäre ja ok, aber muss alles einfarbig blau sein? Doch eine hellblaue Jacke war dabei...
Ansonsten wieder der Einheitslook, den man echt jeden Tag auf der Strasse sieht, was haben wir nur verbrochen????
Ich hoffe man sieht noch anderes, sonst werde ich vielleicht doch noch mal die Brance wechseln- wer kommt mit??

Lg Bonfreund.
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Androgyn
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BeitragThema: Designerduo Peter Höllström und Gorjan Lausegerstellten / Unisex   So Jan 22, 2012 4:24 pm

Designerduo Peter Höllström und Gorjan Lausegerstellten / Unisex
Fashion Week Berlin 2012


Es wird behauptet, dass die beiden Designer tragbare Unisex-Mode vorgestellt hatten. Ich persönlich kann kaum Unisex oder Tragbares im Sinne von Attraktivität erkennen. Aber urteilt selbst:

http://www.handelsblatt.com/video/video-news/panorama/schwedisches-designerduo-zeigt-unisex-mode/6095332.html

Dabei sind im Zusammenhang Unisex und Fashion Week Berlin 2012 andere Aussagen noch erwähnenswert:

Zitate aus einem Artikel:
„Junge Männermode aus Deutschland war lange Mangelware….. Noch vor Kurzem hatte man beim Besuch der Berliner Fashion Week das Gefühl, die deutschen Männermode-Designer wollten die Geschlechtergrenzen in weiten Wickelgewändern auflösen. ….
Doch so sehr Männermode für die Messen von Anfang an Teil des Geschäftsmodells war – auf der Bread & Butter macht sie mittlerweile 60 Prozent des Gezeigten aus – so sehr scheuten junge Designtalente die Beschäftigung damit…..

Stephan Schneider, Modeprofessor an der Universität der Künste in Berlin, sieht im traditionell größeren Interesse der Öffentlichkeit an Frauenmode ein wichtiges Argument, warum junge Talente die Finger von den Männern ließen.

Außerdem mangele es in Deutschland an "Vorbildern und Stimulanz" was innovative Herrenmode angeht, so Schneider….

.....Unisex ist teuer.
Ich will expandieren und muss mich deshalb auch am durchschnittlichen Käufer orientieren, am typischen deutschen Mann. Der ist für Unisex noch nicht bereit."….

Artikel siehe:

http://www.zeit.de/lebensart/mode/2012-01/maennermode-berlin-fashion-week-2012

Es geht also ganz pragmatisch um Verkaufszahlen durch die breite Masse der männlichen Käufer. Und dafür sollen weiterhin die uraltlangweiligen Männerdesign´s dienen.

Im Klartext heißt das, dass Männer sich gefälligst weiterhin aus traditionell langweiliger Männermode bedienen sollen. In der Vergangenheit war das ja für die Modeindustrie höchst einträglich, also soll daran nichts geändert werden.

Die Verkaufszahlen zu traditioneller Männermode sind jedoch völlig getürkt. Männer haben lediglich keine Chance auf Alternativen auszuweichen.

Der Gipfel der Frechheit ist eine Aussage der Modedesign-Absolventin der HTW Berlin und des Londoner Central Saint Martins Colleges Sissi Goetze und die meint das positiv: "Bei Frauen gibt es jede Saison eine neue Silhouette. Aber ein Hemd, eine Hose, eine Jacke – das bleibt."

Na das begeistert doch jeden Mann, wenn er alljährlich ein Holzfällerhemd, eine Schlabberhose und eine Jacke erwerben darf.
Ich kann Frau Sissi Goetze beruflich nur dringend anraten sich bei H&M in deren Männermodedesignabteilung zu bewerben. Dort kann sie ihrer nicht vorhandenen Kreativität sodann per „Copy and Paste“ alljährlich für die immer gleichen Männerdesigns freien Lauf lassen.

Ach ist das schön, dass „ein Hemd, eine Hose, eine Jacke – bleibt." Männermode ist doch soooooo einfach gestrickt, wie das Hirn mancher Designer?

Dass der deutsche Mann für „Unisex“ noch nicht bereit sei, ist schlicht falsch. Es wird nur noch nicht käuflich zu vernünftigen Preisen in der Breite und Tiefe bei den Modehandelsketten in Deutschland angeboten.

Folglich ist die Aussage „… der deutsche Mann ist für Unisex noch nicht bereit….“ schlicht blanker Unsinn….. eine nicht haltbare Unterstellung. Denn eine derartige Beurteilung könnte nur dann und nur dann zulässig sein, wenn tragbare Unisexware tatsächlich angeboten würde.

Nun die Designer Mohr, Goetze haben natürlich ein Recht auf ihre Meinung und sei diese noch so lächerlich und widerlegbar. Namhaftere Designer, aber auch hier bereits erwähnte Jungdesigner, sprechen eine andere Sprache.

Das Hauptproblem von Mode für Männer liegt m.E.n. in der Breitenvermarktung. Im Vergleich dazu deckt die Mode für Frauen jegliche modische Nische bereits ab. Es gibt in der Damenmode Nichts, absolut Nichts, was es nicht gibt. Typisches Beispiel: Hose. Heutzutage kauft jede Frau auch Hosen. Aber auch das war nicht immer so, sondern begann mit zaghaften Versuchen.

In der Herrenmode wird hingegen mit äußerst fadenscheinigen und fragwürdigen Argumenten erst gar nicht der Versuch eines breiteren Angebotes gestartet, sondern im Keim erstickt.

Motto: Bei Männern lohnt sich das angeblich nicht.

Dazu passt die Aussage von Stephan Schneider, Modeprofessor an der Universität der Künste in Berlin. Er sieht im traditionell größeren Interesse der Öffentlichkeit an Frauenmode ein wichtiges Argument, warum junge Talente die Finger von den Männern ließen.

Der liebe Herr Professor irrt. Größeres Interesse der Öffentlichkeit an Herrenmode und der Herren selbst kann logischerweise erst dann entstehen, wenn innovative Männerdesigns in die Öffentlichkeit getragen werden.

Andererseits muss ich dem Herrn Professor zustimmen: Welche Öffentlichkeit (Mann oder Frau) interessiert schon diese ewig gleichen Männerkollektionen. Interesse muss geweckt werden und ist nicht einfach nur vorhanden.

Ob sich der Modeprofessor zwischendurch mal mit einem Wirtschaftsprofessor hinsichtlich "Angebot und Nachfrage" kollegial zusammen setzen sollte?

Nicht zuletzt haben sog. Modeprofessoren an den Modedesignhochschulen den maßgeblichen Anteil daran, weshalb sich die Männermode nur äußerst schwerfällig bewegt.

Übrigens lieber Herr Prof. Schneider nur zu Ihrer Info: Auch Hugo Boss hatte bereits ein Herren-Etuikleid im Laufstegangebot und nicht etwa nur klassische Business-Herrenanzüge.

Siehe:
http://www1.pictures.zimbio.com/gi/Hugo+Boss+Paris+Fashion+Week+Menswear+2010+ksFqjFV2Wkbl.jpg

Hugo Boss hatte es nur nicht in seine Geschäften angeboten. Eine Beurteilung, ob es verkaufbar gewesen wäre, kann folglich nicht abgegeben werden.

BG
Androgyn
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Bonfreund
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   So Jan 22, 2012 5:18 pm

Ja, es ist einfach nur schade, das wir anscheinend nur eine kleine Randgruppe darstellen.
Hauptsache, wir verdienen die Kohle, die unsere Frauen dann in die Boutiquen tragen können.
Vielleicht sollte man mal versuchen, Demos zu veranstalten, auf denen die Männer praktisch nur in Unterwäsche gegen die Industrie demonstrieren.
Ok, wenn ich die Mitgliederzahl dieses Forums sehe, es sind aktuell 344 Mitglieder,
dann ist das natürlich wenig und für ne Demo lächerlich.
Bei www.Rockmode.de finden sich aber auch 693 Mitglieder, wobei ich denke, das sehr viele bei beiden Portalen angemeldet sich. Einige habe ich dort zumindest wieder entdeckt.
Achso, dieses Kleid von Hugo Boss wäre doch echt schonmal ein Schritt gewesen sunny

Lg Bonfreund
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teerpirat
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   Mo Jan 23, 2012 9:57 am

Hallo Androgyn,

Vielen Dank für die umfangreiche und ausführliche Erklärung. Mir wird jetzt vieles klar, da vieles logisch und schlüssig erscheint.


LG
teerpirat
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Androgyn
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BeitragThema: Aktive Mirtglieder, schweigende Zuhörerschaft   So Jan 29, 2012 4:30 pm

Hey Bonfreund...

stimmt, wir Männermode-Aktivisten stellen eine relativ kleine Gruppe höchst mutiger Männer dar.

Die Betonung liegt dabei aber lediglich auf "aktiv".

Die stillen Mitleser sind dabei durchaus gewaltig.

Die Google-Suche "Rockmode" ergibt also im Gegensatz zu "Fashion Freestyle" deutlich mehr Ergebnisse (Klicks). Aber eben nur aus technischer Titelgebung der Foren an sich.

Gerade dazu hatte ich seinerzeit vor Gründung von "Fashion Freestyle" mich mit Michael (Chefkoch) bei "Rockmode" ausgetauscht.

Betrachten wir uns die Mausklicks in beiden Foren zu unseren jeweiligen Männermodethemen, so erscheinen mir unsere gemeinsamen Themen für eine breitere Masse durchaus als interessant. Was wurde in "Rockmode" oder "Fashion Freestyle" am meisten angeklickt?

Beide Foren verzahnen sich zwar, haben in ihrer Ausrichtung aber Schwerpunkte und ergänzen sich gerade dadurch.

Die nackte Mitgliederanzahl pro Forum ist unerheblich. Wichtig ist die nötige Aufmerksamkeit in einer breiteren Öffentlichkeit zu finden. Und genau das ist durch Forenbeiträge möglich, die sich durch Titelgebung über "Google-Suche" anbieten.

Wichtig sind die wenigen aktiven Mitglieder für die gewaltige schweigende Leserschaft.

BG
Androgyn
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tommy22
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BeitragThema: Re: Menswear für den kommenden Herbst / Winter   Fr März 14, 2014 7:21 am

Moin,

Sorry, aber was heißt hier "Bemühungen sind ja da"? Ich habe selten so konservative Schauen gesehen wie diese Saison bisher.

Von Mailand hab eich eigentlich nicht viel anderes erwartet, aber mal schauen, was Paris noch bringt.
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Menswear für den kommenden Herbst / Winter

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