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 Ein Jahrzehnt als Freestyler

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Männlich Steinbock Schwein

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BeitragThema: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Mo Jul 14, 2014 12:06 am

Hallo liebe Freestyler Gemeinde,

nach all den Jahren die ich Jürgen (Juergen64) nun Online kenne haben wir es letzten Donnerstag nun endlich geschafft uns mal zu treffen (zu kurz wie ich finde), an diesem Tag war ich wohl der unauffälligere von uns beiden. Da es morgens noch recht kühl war und es nach regen aussah viel meine Wahl auf eine Röhrenjeans mit leichtem Tigermuster, einem dünnen Pulli mit halbem Arm und Glanzstreifenmuster, dazu schwarze Ballerinas und zu meinem übel noch eine Jacke. Zu meinem übel deshalb weil kurz nachdem ich los gegangen bin sich die Wolken verzogen und es bei schönem blauem Himmel richtig schön warm wurde und ich ganz schön ins schwitzen kam  sunny  .
Nun ja, auch wenn ich es mir in all den Jahren abgewöhnt habe auf Reaktionen zu achten oder gar zu warten bekommt man ja doch ein bisschen von seinem Umfeld mit, hat man sich für uns Interessiert? Eindeutig ja aber mehr als vorsichtige Blicke habe ich nicht bemerkt.

Ich habe in letzter zeit öfter mal darüber nachgedacht was sich in der zeit des Freestylens für mich geändert hat und wie sich die öffentliche Wahrnehmung entwickelt hat.
Punkt 1, was sich für mich geändert hat kann ich klar beantworten, ich habe meinen Style gefunden.
Nach anfänglichem, teils extremen ausprobieren habe ich für mich sortiert was mir an mir gefällt und was nicht aber dazu werde ich in einem anderem Thema genaueres schreiben.

Also nun zu Punkt 2:
Als Jürgen bei unserem Treffen auf die Toilette ging hatte ich erstmals die Gelegenheit die "Öffentlichkeit" zu beobachten. Wie ich oben schon erwähnte, nichts besonderes passiert aber es veranlasste mich etwas genauer drüber nachzudenken.
Hat sich in den letzten 10 Jahren überhaupt Irgendwas geändert, hat sich die Männermode geändert oder zumindest die Akzeptanz gegenüber Freestylern?
Ich weis nicht wie ihr das seht aber ich beantworte diese Fragen mit einem klarem NEIN. Die Männermode ist langweilig wie eh und je, außer kleinerer ausnahmen wie knallbunte Chinos hat sich doch nichts geändert. Es gibt zwar immer wieder gute Ansätze auf den Laufstegen aber die landen nie in den Geschäften. Und die Öffentlichkeit? Hatte ich es vor 10 Jahren schwerer oder heute leichter? Ja ich habe es heute leichter, was aber an meiner Persönlichen Einstellung liegt und nicht an einer veränderten Öffentlichkeit. Es gab Positive Reaktionen, Negative und keine oder keine merkbaren. Mit Abstand am häufigsten, keine merkbaren Reaktionen. Danach selten, Positive Reacktionen und zum Schluss noch seltener, Negative Reaktionen.
Alles in allem konnte ich vor 10 Jahren genauso unbehelligt in die Öffentlichkeit treten wie heute und das ich es heute einfacher habe liegt wie gesagt einzig an meiner veränderten Persönlichen Einstellung, hervorgerufen durch 10 Jahre Erfahrung.

Aber woran liegt es das sich einfach nichts ändern will? Mangelndes Interesse?
Glaube ich nicht. Bei im schnitt 30 zugriffen pro Tag von zumindest Aktiven Mitlesern, kommen wir auf rund 900 Zugriffe im Monat durch Mitglieder (Dank Cookis werden auch mehrere Besuche eines Users am Tag in der Statistik nur als einzelner gezählt (meistens jedenfalls)). Wir kommen aber auf eine Zugriffszahl von über 5000 pro Monat. Wenn man jetzt mal davon ausgeht das unser Forum wie auch Rockmode.de eher zur Kategorie "kennt kein Schwein  pig " gehört, sind über 5000 Zugriffe pro Monat ganz ordentlich. Auch ist ja mal durch Zufall aufgefallen das Bonprix hier mit liest. Interesse ist also scheinbar vorhanden und auch der Handel scheint uns im Auge zu behalten.
Ich Denke uns fehlen einfach Prominente Vorreiter, wenn man mal bei den Frauen schaut, die hatten ja gleich mehrere Prominente Stars und Sternchen die auf einmal in Hosen rumliefen und mit Alice Schwarzer eine geradezu "Radikale" Fürsprecherin und was haben wir? Glööckler oder Conchita Wurst? Meiner Meinung nach beide eher abschreckende Beispiele da sie zu beweisen scheinen das kein "Normaler" Hetero Mann sich so Kleidet. Conchita Wurst bezeichnet sich selbst als Travestie Künstler was natürlich die Transvestiten Schublade ganz weit öffnet. Modell Andrej Pejic legt sich auf sein Geschlecht nicht fest und Jorge Gonzalez hält die Schwulen Schublade auf. Somit haben wir gleich 4 Prominente die der Öffentlichkeit zeigen das nur Schwule und Transvestiten sich so Kleiden.
 arg2 arg2 arg2 arg2

Wie nehmt ihr die Entwicklung der letzten Jahre war? Und was, außer selbst immer wieder selbstbewusst in die Öffentlichkeit zu treten, könnten wir tun um die "Sache" voran zu treiben?


MFG Michael

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Di Jul 15, 2014 6:19 pm

Hallo Michael,

viele interessante Gedanken hast Du beschrieben.
1. Mit der Eintönigkeit der Herrenmode würde ich sogar noch weiter gehen. Wenn ein bestimmter Stil modern ist, etwa eine Jeans-Hose, dann sehe ich in nahezu allen Läden gleichartige Hosen in der selben Farbe, Form und Waschung, mit den selben Taschen und den selben Verzierungen darauf. Wenn die Taschen unter dem Po sitzen, dann bei fast allen. Wenn mit Löchern, dann bei fast allen. Außer den stocksteifen BRAX vielleicht... Diese Details sind oft auch bei sämtlicher Damenmode gleich. So habe ich zeitweise keine Skinny Jeans gefunden, weil mir das Design der hinteren Taschen in silber-pink zu weiblich wirkte.

Anscheinend wird der männliche Durchschnittskonsument auch immer umfangreicher, denn unter Bundweite 32 oder 34 finde ich bei den Herren erst gar nichts. Nötig wär 29 oder kleiner.

Ganz grob habe ich meine Richtung gefunden, aber nur selten die passenden Kleidungsstücke, die mir gefallen. Wenn, sind sie meist von "drüben". Inzwischen einschließlich Schuhe.

2. Reaktionen/Denkweise des Publikums:
Meist gibt es kaum wahrnehmbare Reaktionen, bei genauerem Hinsehen Leute, die so tun als ob sie geradeaus schauen, aber doch mehr oder weniger unauffällig der ungewöhnlich angezogenen Person hinterherschielen. Gelegentlich lautes Kichern bis Gackern von weiblichen Teenies, ganz selten mal Schw.l-Gelaber von Jungs mit roter Kappe verkehrtrum. Aggressives Verhalten zum Glück noch nicht, ich bin aber auch selten abends oder nachts unterwegs. Ganz selten gab es auch mal ein Lob von selbst individuell und "gut" gekleideten Leuten.

Immer mehr habe ich den Eindruck, dass trotz immer mehr Informationsmöglichkeit und Technik viele Leute immer engstirniger und intoleranter werden. Dabei wird vieles, was anders ist als man selbst oder einfach unbekannt, erstmal schlecht eingestuft oder abgelehnt. Ob die Masse an Info die Leute überfordert oder die Dumm-Medien mit ihrem haudrauf-Niveau hauptverantwortlich sind, kann ich nicht einschätzen. Vielleicht brauchen manche heute umsomehr einen eng gesteckten Rahmen, in dem sie sich auskennen oder zurechtfinden oder das wenigstens glauben. Eine gewisse Wichtigkeit scheint das Verstecken oder Mitschwimmen in der Masse zu sein, um nicht aufzufallen. "Dazugehören" scheint wichtiger als Individualität auszuleben. Von Frauen habe ich öfter gehört: "Cool, aber das will ich nicht an meinem Mann, nur an anderen". Für mich eine Art Doppelmoral.
Folglich fehlen auch die markanten Vorbilder und da sehe ich die beiden genannten als Bremse statt Förderer des Freestyles. Bessere Vorbilder für mehr Akzeptanz können nur gute Freunde und Kollegen sein, bei denen sich feststellen lässt, dass sie bis auf eigenständige Kleidung ganz normal sind wie die meisten Leute mit einem gewissen Horizont auch.

Außer selbstbewusst auch selbstverständlich in die Öffentlichkeit treten. Wir tragen schließlich auch nur Kleidung.

Gruß

nixda
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Hansi1973
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Männlich Löwe Büffel

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Di Jul 22, 2014 11:03 am

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Ich Denke uns fehlen einfach Prominente Vorreiter, wenn man mal bei den Frauen schaut, die hatten ja gleich mehrere Prominente Stars und Sternchen die auf einmal in Hosen rumliefen und mit Alice Schwarzer eine geradezu "Radikale" Fürsprecherin und was haben wir? Glööckler oder Conchita Wurst? Meiner Meinung nach beide eher abschreckende Beispiele da sie zu beweisen scheinen das kein "Normaler" Hetero Mann sich so Kleidet. Conchita Wurst bezeichnet sich selbst als Travestie Künstler was natürlich die Transvestiten Schublade ganz weit öffnet. Modell Andrej Pejic legt sich auf sein Geschlecht nicht fest und Jorge Gonzalez hält die Schwulen Schublade auf. Somit haben wir gleich 4 Prominente die der Öffentlichkeit zeigen das nur Schwule und Transvestiten sich so Kleiden.
 arg2 arg2 arg2 arg2

 top1 

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sich in den letzten zehn, zwanzig Jahren was getan hatm bzw. für uns Männer zum Besseren gewandelt hat.
Im Gegenteil. Noch mehr Artikel aus dem Herrensortiment sind nun auch Damenkleidung - siehe nur "Boyfriend-Look" und "Gentleman-Look", mit passenden Schuhen und Accessoires, die sich vorher nur beim Herrenausstatter finden ließen.
In der Herrenmode gibt und gab es die letzten zwei Jahrzehnte keine nennenswerten Neuigkeiten oder Erweiterungen.
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Männlich Skorpion Hahn

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Di Jul 22, 2014 3:17 pm

Hallo Michael,

Ich finde es toll, dass Du eine Bilanz ziehst, so dass man sich über die ganzen Dinge nochmal Gedanken machen kann. Ich gehöre auch schon mehr oder weniger zu den alten Hasen in Sachen abwechslungsreicher Mode bei Männern.
Ich habe in den letzten Jahren auch meinen Style gefunden, der zu meinem Typ passt. Dazu gehörten aber auch eine Reihe von Fehlschlägen, aus denen ich gelernt hatte. Es war und ist immer noch eine stetige Gratwanderung, die richtige modische Richtlinie zu halten, sprich, es soll aus der Masse stechen, ohne aber übertrieben zu wirken, einen Eindruck zu hinterlassen, dass man sich intensiv mit Mode beschäftigt und ein gutes Gesamtbild abgibt. Denn ich habe zuviele Fehltritte bei anderen gesehen, welche erstmal wahllos in der Damenabteilung wildern, ohne zu wissen, ob die Kombination auch passt und typgerecht ist. Daher versuche ich gezielt dem aus dem Weg zu gehen.
Nun, was hat sich für mich geändert? Ich bin mutiger und selbstsicherer geworden, das strahle ich wohl auch aus, so dass ich keine Angriffsfläche für Pöbeleien bilde. Gekichere oder Worte wie schwul waren die seltene Ausnahme, ich denke die meisten Leute gucken nur und dann ist es gegessen, weil sie gerade mit anderen Dingen beschäftigt sind.
Was hat sich in der Herrenmode geändert? Unterm Strich eigentlich nichts, aber genauer betrachtet fahren die meisten Ketten das Herrensortiment immer weiter runter. Hatte ich vor Jahren noch dann und wann mal was bei C&A o.ä. gefunden, brauche ich diese Geschäfte heute gar nicht erst zu betreten. Noch bis vor kurzem hatte H&M mal interessante bunte Teile für herren, aber inzw. kommt da auch nix mehr. Die einzige Ausnahme ist und bleibt Zara, wo ich zeitweise fündig werde. Zumindest finde ich dort T'Shirts ohne die unmöglichen Pseudo-amerikanischen Aufdrucke, und die kleinste Grösse passt mir auch richtig und sieht nicht wie ein Zelt aus.
Was Jeans betrifft, habe ich bei herrenmodellen inzw. ganz abgewunken, da man tageslichttaugliche Jeans wohl nur noch im Damensortiment bekommt, ebenso wie Schuhe.
Traurig, aber wahr. Noch trauriger allerdings ist, dass ich in all den Jahren bisher niemandem begegnet bin, der von meinem Kleidungsstil Anregungen entnommen hatte und wenigstens in Ansätzen das eine oder andere ausprobiert hätte. Ich bin daher auch nach 8 Jahren noch immer alleine auf weiter Flur, was modische Experimente angeht. Wie gesagt, mit dem Strom zu schwimmen und nicht aufzufallen scheint wichtiger als die Wahrung der eigenen Persönlichkeit zu sein.
Zitat :
und was haben wir? Glööckler oder Conchita Wurst? Meiner Meinung nach beide eher abschreckende Beispiele da sie zu beweisen scheinen das kein "Normaler" Hetero Mann sich so Kleidet. Conchita Wurst bezeichnet sich selbst als Travestie Künstler was natürlich die Transvestiten Schublade ganz weit öffnet. Modell Andrej Pejic legt sich auf sein Geschlecht nicht fest und Jorge Gonzalez hält die Schwulen Schublade auf. Somit haben wir gleich 4 Prominente die der Öffentlichkeit zeigen das nur Schwule und Transvestiten sich so Kleiden.
arg2 arg2 arg2 arg2
Meine Rede! So schauts aus. Von daher braucht man sich auch nicht zu wundern, dass es die Männer panisch abschreckt, sobald sie mit etwas in Berührung kommen, was evt. weiblich konnotiert sein könnte. Wir haben einfach die falschen Vorbilder.
Und dann gibt es noch die Frauen, welche glauben, die Mode für sich gepachtet zu haben. Ich spreche dabei insbesondere von unseren Partnerinnen, welche immer wieder versuchen, unsere modischen Interessen im Keim zu ersticken. Meine geht sogar so weit, dass sie vor unserem gemeinsamen Urlaub erstmal meinen Koffer durchwühlt, ob ich nicht doch was eingepackt habe, was - ihrer Meinung nach - nur für Frauen ist und ich daher auch im Urlaub nicht tragen darf! Mad 

LG
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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Di Jul 22, 2014 3:51 pm

HANSI - Teil 2

Hinzu kommt auch ein Konservatismus, der zum einen von Unsicherheit herrührt, aber sicherlich auch durch Bevölkerungszuwachs aus konservativeren Gesellschaften (Ostblock/ arabischer Raum) befeuert wird.
"Schwul" war in den 1980ern nur Boy George - einen anderen Schwulen kannte man nicht.

Die vermeintlich liberalere Gesellschaft, die Schwulsein heutzutage offen zulässt und als normal klassifiziert, führt bei einigen (kleingeistigen) Mitbürgern zu einer Gegenbewung und dem Wunsch, sich genau davon abgrenzen zu müssen.

Selbst die Musik- und Kunstszene erscheint ja heutzutage angepasster als die Elterngeneration der 68er... woher sollen da auch große Impulse kommen, die bei den Kids zu neuen Trends führen?
Seit der Ballon-Hose von McHammer und den XXL-BaggyPants mit Blick aufs Maurer-Dekollté (aus der Hiphop-Szene) hat sich da nicht wirklich was getan.

Wir, die wir hier (und in anderen Foren) aktiv sind, werden das Blatt auch nicht wenden. Wir haben nur die "Gnade der frühen Geburt" und befinden uns darum in einem Alter, wo wir uns eben nicht mehr mit jedem Klassenkameraden und Discobesucher messen müssen; um die Gunst der Frauen kämpfen müssen, usw.
Wir können weitestgehend unser Ding durchziehen. Aber auch da gibt es zum Teil eben Probleme und Einschnitte - nicht vor den Kindern, nicht vor der Frau, usw. Das muss halt jeder selber wissen und für sich bestimmen und im Einzelfall spontan entscheiden.
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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   So Jul 27, 2014 2:01 pm

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Immer mehr habe ich den Eindruck, dass trotz immer mehr Informationsmöglichkeit und Technik viele Leute immer engstirniger und intoleranter werden. Dabei wird vieles, was anders ist als man selbst oder einfach unbekannt, erstmal schlecht eingestuft oder abgelehnt. Ob die Masse an Info die Leute überfordert oder die Dumm-Medien mit ihrem haudrauf-Niveau hauptverantwortlich sind, kann ich nicht einschätzen. Vielleicht brauchen manche heute umsomehr einen eng gesteckten Rahmen, in dem sie sich auskennen oder zurechtfinden oder das wenigstens glauben. Eine gewisse Wichtigkeit scheint das Verstecken oder Mitschwimmen in der Masse zu sein, um nicht aufzufallen. "Dazugehören" scheint wichtiger als Individualität auszuleben.
Du hast recht, im Zeitalter des Internets kann man sich über alles informieren aber warum sollte ich das tun wenn ich durch RTL und co. schon über alles Bescheid weis?  arg Durch Jorge, Conchita und co. weis ich wie Schwule/ Freaks sich anziehen (und aussehen) und durch Sendungen wie "Das Modell und der Freak" lerne ich wie Männer sich anziehen müssen. In der "Men´s Health" lerne ich die neusten Anzug und Jeans(Hosen) Trends und "Brigitte" und co. Informiert darüber das die auf den Laufstegen gezeigte Männermode (insbesondere der Männerrock) eh NOGO`s sind und von "echten" Männern nicht getragen werden.
Wenn ich jetzt so jemanden wie mir in der Stadt begegne weis ich doch sofort Bescheid was das für ein Schwuler/ Freak ist, hab ich doch erst letzte Woche was drüber in der BILD gelesen (oder war`s auf Pro 7?). Warum sollte ich mir also Gedanken machen oder mich gar WIRKLICH Informieren? Ich weis doch alles, aus dem TV!
 arg2  arg2  arg2 
Ich glaube nicht das für Männer "Dazugehören" wichtiger ist als seine Individualität auszuleben, ich denke das es viele Männer gibt die sich gerne anders Kleiden-,anderen Hobbys nachgehen-, oder ein anderes Auto (in Pink) fahren würden, einzig fehlt ihnen der Mut. Man(n) kriegt durch die Medien ja jeden Tag gezeigt wie unnormal und unmännlich das ist. Und in Pseudo-Reality Sendungen wie "Berlin Tag und Nacht" bekommt man beigebracht wie das "Wahre" leben zu sein hat.  pale  arg 
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Hallo Michael,

Ich finde es toll, dass Du eine Bilanz ziehst, so dass man sich über die ganzen Dinge nochmal Gedanken machen kann. Ich gehöre auch schon mehr oder weniger zu den alten Hasen in Sachen abwechslungsreicher Mode bei Männern.
Ich habe in den letzten Jahren auch meinen Style gefunden, der zu meinem Typ passt. Dazu gehörten aber auch eine Reihe von Fehlschlägen, aus denen ich gelernt hatte.
Fehlschläge gab´s bei mir auch eine ganze menge, das gehört dazu. Draus lernen und weitermachen und irgendwann hat man seinen Style gefunden.

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Denn ich habe zuviele Fehltritte bei anderen gesehen, welche erstmal wahllos in der Damenabteilung wildern, ohne zu wissen, ob die Kombination auch passt und typgerecht ist.
Frauen lernen das Spielen mit der Mode schon von klein an, machen ihre Fehlschläge im Kindesalter wo es dann alle lustig finden wenn da unmögliche Kombinationen raus kommen. Männer haben es da eben etwas schwerer.

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Was hat sich in der Herrenmode geändert? Unterm Strich eigentlich nichts, aber genauer betrachtet fahren die meisten Ketten das Herrensortiment immer weiter runter.
Das Gefühl hab ich auch. Aber wen wundert´s? Wenn ich an die Zeit zurückdenke als ich mich noch nur auf die Herrenabteilung beschränkte hab ich mir im Jahr vielleicht eine Jeans, ein bis zwei T-shirt´s und nen Pulli gekauft als Ersatz und alle 2 Jahre ein paar neue Schuhe, wenn überhaupt. Mann hab ich da ein Geld gespart   Sad  , heute gebe ich wesentlich mehr aus, mein Kleiderschrank ist voller und genaugenommen  scratch  -----------könnt ich mal wieder Shoppen gehen  Laughing  Laughing  Laughing 

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Die vermeintlich liberalere Gesellschaft, die Schwulsein heutzutage offen zulässt und als normal klassifiziert, führt bei einigen (kleingeistigen) Mitbürgern zu einer Gegenbewung und dem Wunsch, sich genau davon abgrenzen zu müssen.
Was ich hier Interessant finde ist, das eigentlich nur Lesbisch sein Akzeptiert ist. Schwul ist immer noch negativ behaftet und gilt als etwas schlechtes. Bei der Jugend oder auch bei Pseudo-Reality Sendungen wie "Berlin Tag und Nacht" kann man das deutlich beobachten. Ist etwas schlecht, dann ist es nicht "voll Schei..benkleister" sonder es ist "voll Schwul".

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Selbst die Musik- und Kunstszene erscheint ja heutzutage angepasster als die Elterngeneration der 68er... woher sollen da auch große Impulse kommen, die bei den Kids zu neuen Trends führen?
Seit der Ballon-Hose von McHammer und den XXL-BaggyPants mit Blick aufs Maurer-Dekollté (aus der Hiphop-Szene) hat sich da nicht wirklich was getan.
Da fällt mir ein altes Cover von Peter Maffay ein, rote Lack Plateaustiefel zur knall gelben Schlaghose.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Wir, die wir hier (und in anderen Foren) aktiv sind, werden das Blatt auch nicht wenden.
Jedenfalls nicht in naher Zukunft, dazu ist unser Bekanntheitsgrad noch viel zu klein. Wir können nur eins machen, mit gutem Beispiel voran gehen und hoffen das sich möglichst viele Aktiv beteiligen.


MFG Michael

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   So Jan 11, 2015 11:44 pm

Interessantes Thema, auf das ich gerade nach langer Abwesenheit vom Forum gestoßen bin. Es freut mich, dass ihr hier mitgeschrieben habt, Euren Stil gefunden habt, und dass ihr innerlich freier geworden seid. Letztendlich kommt es darauf an! Und nicht nur in Sachen Kleidungsstil, sondern überhaupt mit allem im Leben!

Was mich angeht, geht es mir im Prinzip genauso...mein Leben ist neu geordnet, und ich mache, was mir Spaß macht...

Gruß, Asterix
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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Sa Mai 02, 2015 11:40 pm

habe dieses Thema auch gerade erst gefunden.
Mittlerweile bin ich mehr als 15 Jahre aktiv.
Ende der 90er Jahre, Anfang des neuen Jahrtausends, es war der Beginn des Internetzeitalters, herrschte eine unglaubliche Euphorie, eine Aufbruchstimmung unter denen, die sich über das Internet gefunden haben und merkten, dass sie nicht alleine waren. Einige waren der Meinung oder hofften auch, dass es noch wesentlich mehr Männer geben müsste, die sich mehr modische Freiheit wünschten, und die sich mitreissen lassen würden. Ich war einer der wenigen, die sich mitreissen liessen.
Was gab es da alles.  Unter anderem einen Laden in München für Männerröcke (ich kaufte damals für viel Geld einen), Feinstrumpfhosen für Männer, Stammtische, Fernsehbeiträge über diese Männer usw.
Letztendlich ist dies alles wieder eingeschlafen. Die Stammtische wurden immer weniger, den Laden gibt es nicht mehr. Diese Leute kreisen meist auch nur noch um sich. (siehe rockmode.de, wie in einem Teufelskreis, immer wieder die gleichen Themen)
Gerade einige von diesen Leuten, die mehr modische Freiheit forderten, und auch dass ihnen mehr Toleranz entgegen gebracht wird, lassen leider gegenüber anderen Minderheiten diese Toleranz vermissen.
Wenn ich hier nun lesen muss, dass eine Conchita Wurst oder ein Herr Glööckler (oder eine Olivia Jones) abschreckende Beispiele seien, macht mich das sehr traurig und nachdenklich. Schließlich sind gerade dies Männer, die sich selbst verwirklichen, wie es andere wohl auch gerne täten, wenn sie nur den Mut aufbrächten. Sie sind ein Zeichen dafür, dass es auch für Männer möglich ist, sich so zu verwirklichen, wie sie es gerne möchten, wenn vielleicht auch in anderer Form. Nicht jeder möchte nun mit einem Vollbart herumlaufen ;-)
Erst wenn es geschafft ist, dass Schwulsein nicht mehr als etwas Negatives angesehen wird, dass Männer auch wie Frauen sich kleiden und aussehen dürfen (somit Weiblichkeit nichts Negatives mehr ist), wenn Männer endlich so sein dürfen, wie sie möchten, dann wird es auch kein Problem mehr darstellen, wenn ein Mann einen Rock trägt, egal ob er nun schwul, oder hetero oder was auch immer ist.
Insofern bin ich dankbar für jeden Mann, der im friedlichen Sinne aus der Reihe tanzt.

Für mich geht es mehr als nur um Mode. Ich möchte mich als Mann frei entfalten dürfen. Wenn ich schwul sein möchte, soll ich das dürfen, ohne dass jemand mit dem Finger auf mich zeigt. Wenn ich wie eine Frau aussehen will, dann soll ich das dürfen usw. Es sagt doch auch keiner etwas gegen Frauen, die sich wie Kerle kleiden und benehmen.
Das bedeutet für mich Freiheit.
Gruß von L.
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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Fr Mai 08, 2015 9:45 pm

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[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Wenn ich hier nun lesen muss, dass eine Conchita Wurst oder ein Herr Glööckler (oder eine Olivia Jones) abschreckende Beispiele seien, macht mich das sehr traurig und nachdenklich. Schließlich sind gerade dies Männer, die sich selbst verwirklichen, wie es andere wohl auch gerne täten, wenn sie nur den Mut aufbrächten. Sie sind ein Zeichen dafür, dass es auch für Männer möglich ist, sich so zu verwirklichen, wie sie es gerne möchten, wenn vielleicht auch in anderer Form. Nicht jeder möchte nun mit einem Vollbart herumlaufen ;-)
Erst wenn es geschafft ist, dass Schwulsein nicht mehr als etwas Negatives angesehen wird, dass Männer auch wie Frauen sich kleiden und aussehen dürfen (somit Weiblichkeit nichts Negatives mehr ist), wenn Männer endlich so sein dürfen, wie sie möchten, dann wird es auch kein Problem mehr darstellen, wenn ein Mann einen Rock trägt, egal ob er nun schwul, oder hetero oder was auch immer ist.
Insofern bin ich dankbar für jeden Mann, der im friedlichen Sinne aus der Reihe tanzt.
Hallo Luxorbeige,

entschuldige das meine Aussage so bei dir angekommen ist, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Im Grunde empfinde ich das was diese Menschen tun nicht als negativ, im Gegenteil ich finde Olivia Jones und Jorge Gonzalez sogar richtig gut auch wenn Olivia eine reine Kunstfigur des Travestiekünstlers Oliver Knöbel ist der damit sein Geld verdient. Jorge dagegen ist "echt", ein sehr lebensfroher, quirliger und sympathischer Mensch der meiner Meinung nach einen positiven "Knall" hat (wo sich viele unserer Mitmenschen eine scheibe von abschneiden sollten) und sein Leben geniest. Seinen Style empfinde ich als authentisch, glaubwürdig und Inspirierend.
Bei Conchita Wurst dagegen hat es m.M. nicht´s oder nur wenig mit Selbstverwirklichung zu tun, ich Denke hier handelt es sich eher um geschickte Vermarktung, als Thomas Neuwirth hätte er wohl eher nicht so einen Bekanntheitsgrad erreicht.

Aber aus was für Motivationen/ Gründen diese Menschen tun was sie tun ist auch egal, es ist ihr gutes recht so zu sein oder sich so zu vermarkten wie sie wollen und letztendlich machen sie damit unser aller Leben etwas "bunter". Wir hier im Forum haben ja auch die unterschiedlichsten Motivationen warum wir uns in der "großen Abteilung" bedienen.

Im Grunde bin ich ganz deiner Meinung, ich habe dieses Forum gegründet weil mir diese immer wiederkehrenden Grundsatzdiskussionen darüber welche Leute "schlecht für´s Forum" sind und von wem man sich distanzieren sollte nicht nur auf den Keks gegangen sind, sondern ich sie auch für äußerst kontraproduktiv halte. Für sich Toleranz und Akzeptanz zu fordern aber anderen zu verweigern ist scheinheilig und auch wenn ich mir hier eine regere Beteiligung wünschen würde, so muss ich doch sagen das ich lieber wenige aber gute Beiträge lese als hunderte solcher Grundsatzdiskussionen. Ich respektiere aber wenn es dort eben "nur" um den Rock gehen soll und da ich es ebenfalls für Kontraproduktiv hallte wenn sich unsere Foren gegenseitig schlecht machen möchte ich hier mit diesem Thema schließen.

Warum bezeichne ich nun aber trotzdem diese Menschen als "eher abschreckende Beispiele"? Dies ist von mir wirklich nicht böse gemeint und ist nicht meine Meinung über die jeweiligen Menschen als vielmehr der blick auf´s ganze. Leider leben wir in einer Zeit in der sehr viele unserer Mitmenschen ihre BILDung aus entsprechender Zeitung und/oder Harz4 TV haben und im Verhältnis nur wenige sich über das was ihnen im Realen Leben passiert Informieren. Traurig daran ist, das es im Zeitalter von Internet und Smartphone noch nie einfacher war an Informationen zu kommen. Es mag regionale Unterschiede geben aber aus Persönlichen Erfahrungen kommen wohl die meisten Informationsverweigerer aus niedrigen sowie, erstaunlicherweise, aus hohen Bildungsschichten.
Wenn ich nun "mit blick auf´s ganze" feststellen muss das es für viele einfacher ist in Schubladen zu Denken anstatt zu hinterfragen und sich zu Informieren, muss ich leider von "eher abschreckenden Beispielen" sprechen, da all diese Personen etwas gemeinsam haben, Schwul, Travestie oder beides. Eigentlich sollte dies egal sein da es aber keine Hetero Männer gibt die einen ähnlichen Kleidungs-, Lebensstile führen und genauso im "Rampenlicht" stehen wie genannte Beispiele, werden kurzum Männer wie wir der Einfachheit halber in Schubladen der Kategorie Schwul oder Transe gesteckt und das schreckt halt viele Männer, die gerne "freier" leben würden, ab und fördert die "Angst" der Frauen das ihr geliebter Partner vielleicht auf Männer steht oder gar eine Frau sein will. Diese Angst sorgt dann auch dafür das sie anstatt ihren Partner zu unterstützen, sie ihn lieber davon abhalten. Das ganze in Verbindung damit das wir an jeder Ecke beigebracht kriegen wie ein Hetero Mann zu sein hat ergibt ein Gesellschaftliches Problem welches mich aufgrund von fehlenden Hetero Beispielen dazu veranlasst von "eher abschreckenden Beispielen" zu sprechen. Es ist in unserer momentanen Gesellschaft für uns halt nicht gerade förderlich das ausgerechnet die Männer die sich abseits des Mainstreams bewegen (und im "Rampenlicht" stehen) ausgerechnet Schwul oder Travestiekünstler sind. Und wenn dann noch der Schwule Modedesigner (z.B. Marc Jacobs) Männerröcke über den Laufsteg schickt ist klar das es Mode für Schwule ist. Das ein Wowereit Anzug trägt Interessiert da keinen und auch ein eher dezenter Gotschalk ändert da nichts mehr.
Ich will mit meiner Aussage gewiss niemanden Beleidigen oder Diskriminieren, noch sehe ich die von mir genannten Personen als abschreckend an, es ist einzig meine Wahrnehmung auf die Auswirkung in unserer Gesellschaft.

Ich stimme dir zu wenn du sagst;
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Für mich geht es mehr als nur um Mode. Ich möchte mich als Mann frei entfalten dürfen. Wenn ich schwul sein möchte, soll ich das dürfen, ohne dass jemand mit dem Finger auf mich zeigt. Wenn ich wie eine Frau aussehen will, dann soll ich das dürfen usw.
Denn da hast du vollkommen recht. Es ist schon seltsam wie verlogen unsere ach so Liberale und Gleichberechtigte Gesellschaft ist.
Zum Beispiel: Homosexualität ist in unserer Gesellschaft akzeptiert. Ja und Nein. Bei Frauen Ja, da ist es glaube ich lange her das ihnen als Schimpfwort "Lesbe" hinterher gerufen wurde nur weil die Haare kurz waren. Heute Interessiert doch niemanden mehr wenn zwei Frauen Hand in Hand durch die Stadt laufen oder sich küssen, da schaut doch niemand mehr und sagt; "ey, schau mal die sind bestimmt Lesbisch".
Bei Männern dagegen Nein. Selbst die von mir oben genannten Prominenten werden doch wohl eher Geduldet und als unterhaltsam belächelt als tatsächlich von der breiten Masse Akzeptiert. Denn Schwul sein ist schließlich was ganz anderes als Lesbisch sein, stell sich mal einer vor zwei Männer laufen Hand in Hand durch die Stadt oder Küssen sich sogar, na die müssen doch "Schwuchteln" sein. Evil or Very Mad Oder Homosexualität in der Bundesliga, ein ganz großes Thema. Gemeint sind damit allerdings nur die Schwulen Fußballer (die es nicht geben darf), ich habe noch nie gehört das sich jemand sorgen macht das im Frauenfußball Lesben sein könnten. aaah Ist eine gemischte Schwulen/ Hetero Bundesliga überhaupt möglich?  confused Man könnte ja Schwulenduschen einrichten um die Hetero Spieler zu schützen  pale oder sollte man doch lieber eine extra Schwulen Liga gründen? Ich meine sicher ist sicher oder? arg  Sad

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Ende der 90er Jahre, Anfang des neuen Jahrtausends, es war der Beginn des Internetzeitalters, herrschte eine unglaubliche Euphorie, eine Aufbruchstimmung unter denen, die sich über das Internet gefunden haben und merkten, dass sie nicht alleine waren. Einige waren der Meinung oder hofften auch, dass es noch wesentlich mehr Männer geben müsste, die sich mehr modische Freiheit wünschten, und die sich mitreissen lassen würden.
Zu dieser Zeit sorgte auch ein sehr Prominenter Hetero Star das sich in der Männlichkeitsanschauung was tat, eigens für ihn wurde der Begriff Metrosexuell geschaffen. Wer weis es noch? Na klar David Beckham, hier ein [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können].
Interessant aus dem Artickel von letztem Jahr finde ich folgende aussagen;
Gala.de schrieb:
Inzwischen ein echter Style-Star, sorgte er über die Jahre mit einigen Mode-Patzern für Stirnrunzeln. 1998 trug er zum Beispiel in Südfrankreich einen Sarong,
Dagegen sagt David Beckham;
David Beckham schrieb:
"Manche Leute haben mich vermutlich komisch angesehen, als ich den Sarong trug. Er wurde über die Jahre so oft erwähnt, aber ich fand ihn toll." Schließlich müsse man in der Mode keinen strikten Regeln folgen: "Jedem sollte es erlaubt sein, zu sein, wer er ist und sich anzuziehen, wie er es möchte."
Jetzt wo er sich in seinen Mainstream Outfit´s nicht mehr von anderen unterscheidet ist er ein "Style-Star" wohingegen seine Individuellen Outfit´s "Mode-Patzer" waren. Evil or Very Mad arg
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Letztendlich ist dies alles wieder eingeschlafen.
Genauso wie David Beckham einiges losgetreten hat mit seinem Style, so verschwand es wieder mit seiner Angepasstheit. Zu seiner "Individuellen" Zeit kam niemand mehr um den Begriff "Metrosexuell" herum, in jeder Zeitung, Nachrichten usw. jeden Tag, immer und überall wurde vom "neuen" Mann berichtet, vom Mann der Körperpflege betreibt, der auf sein äußeres achtet usw.. Prominent, Erfolgreich, ein Frauenschwarm und Heterosexuell mit einer bei den Männern ebenso begehrten Frau an seiner Seite. Männer wollten sein wie er und Frauen wollten Männer wie ihn, einen gepflegten, Modischen, Maskulinen Mann. Je "angepasster" Beckham aber wurde, je mehr schlief die Sache wieder ein.
Es stimmt schon das Prominente Macht haben, durch ihre Präsenz in den Medien erreichen sie ja auch nahezu jeden Menschen, wodurch sie die Gesellschaft beeinflussen/ verändern können. Nicht umsonst umgeben sich auch oder gerade Politiker gerne mit Prominenten.


So, jetzt komm ich mal zum ende und ziehe mal folgendes Fazit; in unsere Gesellschaftlichen Entwicklung ist der Wurm drin um es mal milde auszudrücken. Frauen haben alle Freiheiten der freien Entfaltung und selbst Verwirklichung und wo es hapert kriegen sie dank Frauenquote den Ars.. gepudert. Männer haben zu funktionieren, dazu gehört auch das sie so sind wie es den Frauen gefällt. Und natürlich braucht jede Frau zwei Männer, den 100% Männlichen als Lebenspartner und das Platonische Sensible weichei als Zuhörer. Suspect

In diesem Sinne
MFG Michael

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Sa Mai 09, 2015 12:56 am

Hi Michael,

grundsätzlich kann man festhalten, dass wohl jedes Lebewesen lieber einen höheren Status nach außen signalisiert als einen geringeren was wohl darauf zurückzuführen ist, dass es im Überlebenskampf von Vorteil ist.
Das männliche Geschlecht zählt in unserer heutigen Gesellschaft immer noch als das stärkere Geschlecht. Wer frauentypische Dinge tut, wertet somit seinen Status ab. Ebenso verhält es sich mit Homosexualität. Es zählt eben der mehr, der attraktiv auf das andere Geschlecht wirkt.
Es lässt sich nicht leugnen, wir leben in einer Gesellschaft, in der Weiblichkeit und Homosexualität weniger wert ist.

Es stellt sich die Frage, warum wir denn mit der männertypischen Kleidung nicht zufrieden sind, und  wir aus dieser Norm (damit meine ich das, was eine große Mehrheit macht) ausbrechen wollen.
Geht es wirklich nur um Kleidung, oder nicht auch um ihre Wirkung? Meiner Meinung nach gehört beides zusammen. Wäre die Wirkung nicht wichtig und auch essentiell, würde wohl keiner darüber nachdenken und es einfach machen.

Welche Rolle spielt dabei nun die Rolle der Frau und ihre Wirkung? Würden wir auch nach mehr modischer und auch anderen Freiheiten als Mann streben, wenn Frauen sie nicht hätten?

Ich weiß natürlich nicht, wie es sich bei anderen verhält, ich lasse mich jedenfalls von den Frauen und deren Mode sehr inspirieren ( auch von Männern und deren Mode, die übrig geblieben ist). Bei Frauen ist es mit unter oft der aufreizender Look und die entsprechende Rolle, die mir gefällt, gerade wahrscheinlich auch, weil sie den Männer verwehrt bleibt. Genau diesen Look möchte ich gerne selbst tragen, um mitunter auch die entsprechende Wirkung zu erzielen. Dies bringt dann schon die ersten Schwierigkeiten mit sich, da klar ist, dass ich als Hetero-Mann Frauen optisch ansprechen will, was mit Frauenmode teilweise nur schwerlich funktionieren wird.

Kleidung und Wirkung kann man nicht getrennt von einander behandeln. Und Leben ist immer ein Leben in einem sozialem Umfeld, in dem jeder auch im gewissen Maße nach Anerkennung strebt.
Ohne Anerkennung geht es wohl nur bei den wenigsten.

Jedenfalls sollten wir uns von dieser frauen- und homosexuellenfeindlichen Stimmung in dieser Gesellschaft lösen und auch etwas entgegensetzen, und unser Handeln davon nicht bestimmen lassen. Leichter gesagt als getan, ist mir klar.
Gruß L.
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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   So Mai 10, 2015 1:59 pm

Hallo Luxorbeige
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Es stellt sich die Frage, warum wir denn mit der männertypischen Kleidung nicht zufrieden sind, und  wir aus dieser Norm (damit meine ich das, was eine große Mehrheit macht) ausbrechen wollen.
Geht es wirklich nur um Kleidung, oder nicht auch um ihre Wirkung? Meiner Meinung nach gehört beides zusammen. Wäre die Wirkung nicht wichtig und auch essentiell, würde wohl keiner darüber nachdenken und es einfach machen.

Natürlich ist die Wirkung wichtig und ich habe mir schon immer bei der Wahl meiner Kleidung Gedanken gemacht wie es bei anderen (vorzugsweise bei Frauen  Very Happy  Wink ) ankommt. Ich habe in meiner Jugend aktiv Handball gespielt und hatte dadurch einen sehr gut trainierten Körper (mit sixpack, Sonnenbräune usw.) und wenn ich dann im Sommer zur knall engen Röhrenjeans das Jeanshemd nicht zugeknöpft habe war ich mir der Wirkung durchaus bewusst und sie war natürlich auch beabsichtigt  Smile  Very Happy . Die "Wirkung" selber war aber nicht der Grund warum ich unzufrieden wurde, dies wurde ich als ich merkte das die immer kleiner werdende Männermode (keine Stiefel mehr, keine (wirklich) kurzen Hosen usw.) mich in meinen Möglichkeiten immer mehr einschränkte. Als ich dann in einem Sommer merkte das ich "komisch" angeschaut wurde nur weil ich immer noch enge (anstatt schlabber) Jeans trug und das in Kombination mit einem dünnen, Figur betonendem, weißem Seidenhemd (ca. bis zur Hälfte offen), wusste ich das es mir auf keinen Fall reicht welches T-shirt ich zur Jeans trage  Mad . Da war der Punkt an dem die Männermode alleine nicht mehr genug für mich her gab. Mit dem beginn "Damenmode" in meine zu integrieren machte ich mir aber natürlich auch Gedanken um die Wirkung, lies mich aber nicht davon abhalten. Als ich dann anfing Röcke in meine Mode zu integrieren habe ich anfangs zwar darauf geachtet das es Männerröcke waren, mir wurde aber schnell klar das es von der Wirkung keinen unterschied macht, nun war ich ein "Sonderling". Da ich mich aber relativ unbehelligt in der Öffentlichkeit bewegen konnte merkte ich aber auch das mir mein "Wohlfühlfaktor" wesentlich wichtiger war als wie meine Wirkung auf die Gesellschaft  cyclops . Die Wirkung eines kurzen Rockes auf meine Frau gefiel mir allerdings sehr gut  Shocked  Very Happy  Very Happy .

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Welche Rolle spielt dabei nun die Rolle der Frau und ihre Wirkung? Würden wir auch nach mehr modischer und auch anderen Freiheiten als Mann streben, wenn Frauen sie nicht hätten?

Ich Denke früher mit den festen Rollen- und Kleidungsbildern, "war es eben so" aber mit gewissem "Neidfaktor" auf das jeweils andere Geschlecht. Als die Frauen dann anfingen ihren "Horizont" zu erweitern war die Unzufriedenheit bei denn Männern denke ich noch nicht groß aber als dann außer der Hose immer mehr Herrenkleidung in die Damenmode Integriert wurde und kurz drauf für Männer zu NoGo`s wurden, fing es bei den Männern glaube ich an. Also, wenn Frauen immer noch im alten Rollen- und Kleidungsbild stecken würden, denke ich, wäre es bei dem "Neidfaktor" wahrscheinlich geblieben.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] schrieb:
Jedenfalls sollten wir uns von dieser frauen- und homosexuellenfeindlichen Stimmung in dieser Gesellschaft lösen und auch etwas entgegensetzen, und unser Handeln davon nicht bestimmen lassen. Leichter gesagt als getan, ist mir klar.
top1 top1 top1 top1


MFG Michael

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BeitragThema: Re: Ein Jahrzehnt als Freestyler   Mo Mai 11, 2015 1:10 pm

Hi Michael,

habe nun weniger an die Rolle der Frau in der Gesellschaft gedacht, sondern eher an die Wirkung der Frauen auf uns/mich, und welche Rolle dies für uns/mich spielt.
Um dies zu verdeutlichen:
Man sieht etwas, was einem gefällt, es hat somit eine positive Wirkung auf einen. Nun kann man sich entweder nur an dem Anblick erfreuen und das war es dann, oder aber man kommt auf die Idee, auch so etwas haben zu wollen. Es gefällt einem diese Wirkung, und man möchte diese Wirkung auch haben.
In unserem Fall ist es Kleidung, die in unserer Gesellschaft fast ausnahmslos von Frauen getragen wird. Somit geht es um eine Wirkung, die von Frauen ausgeht, die uns gefällt, und die wir auch gerne ausüben wollen.
Diesem Wunsch wird nun leider ein Strich durch die Rechnung gemacht, indem genau diese Wirkung, wenn sie von Männern ausgeht, scheinbar nur schwer geduldet wird.
Diese Wirkung, die von Frauen ausgeht, ist bei Männern scheibar verpönt.


Auf der anderen Seite steht der Nutzen. Von Kindheit an wird uns Männern schon eingetrichtert, dass alles einen Nutzen haben muss, auch Kleidung. Hosen mit vielen Taschen, stabile Schuhe etc.
Auch enge Sportkleidung hat da nur eine Nutzen, und wird auch nur für den Sport verwendet.
Eine Lauftight könnte man auch als Leggin ansehen, die von Frauen auch im Alltag getragen wird. Bei Männern muss scheinbar ein Nutzen damit verbunden sein.

Um auf das Anfangsthema zurückzukommen.
In den 15 Jahren, seit dem ich Röcke trage, hat sich in mir leider nur sehr wenig verändert. Und ich würde sagen, dass ich da auch ein Spiegel der Gesellschaft bin. Es hat sich leider in der Gesellschaft nichts getan. Und auch leider hat sich auch in mir nichts getan. Ich mache mir immer noch viel zu viele Gedanken, was andere Menschen denken könnten. (leider erst gestern wieder erlebt, bin dann einfach nicht locker)
Denn diese Wirkung, die mir so gefällt, ist bei Männern verpönt. Und ich bekomme es leider nicht aus dem Kopf!

Schwieriges Thema, ich hoffe ich konnte meine Gedanken so einigermaßen verständlich machen.

Grüße L.
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Ein Jahrzehnt als Freestyler

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