KalenderStartseiteFAQGalerieSuchenAnmeldenLogin
Login
Benutzername:
Passwort:
Bei jedem Besuch automatisch einloggen: 
:: Ich habe mein Passwort vergessen!
Wer ist online?
Insgesamt sind 6 Benutzer online: 1 Angemeldeter, kein Unsichtbarer und 5 Gäste

micha1964

Der Rekord liegt bei 58 Benutzern am Di März 12, 2013 7:55 pm
Statistik
Wir haben 761 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist SerdarWerder.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 9838 Beiträge geschrieben zu 1139 Themen
Oktober 2017
MoDiMiDoFrSaSo
      1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     
KalenderKalender

Austausch | 
 

 Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Androgyn
Hero Member
Hero Member
avatar

Männlich Anmeldedatum : 24.09.09
Anzahl der Beiträge : 699


BeitragThema: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   Sa Sep 04, 2010 6:13 pm

Hey…

Um etwas Schwung in die Frage zu bekommen, versuche ich zuerst Thesen aufzustellen:

Es ist sicherlich ein Jammerthema für Männer, dass Frauen sich kaum mehr feminin kleiden. Sie nehmen die ihnen gebotenen tagtäglichen Möglichkeiten dazu nicht mehr wahr. Die große Mehrheit der Mädels trägt aus der Männerwelt entlehnte langweilige Kleidung mit Jeans und T-Shirt.

Die Frage ist weshalb?

Ich empfinde das bedauerlich. Offensichtlich wollen Frauen die klischeehafte Vorstellung von femininer Kleidung nicht mehr bedienen? Die Entscheidung, ob nun Rock, Hose oder Kleid richtet sich anscheinend nach situativer Funktionalität. Sie – die Mädels - haben die Entscheidungsfreiheit, das zu tragen, was ihrer Ansicht nach der einer jeweiligen Situation am Besten entspricht. . Im Alltagsleben sind das für Frauen offenbar die Hose und das unauffällige T-Shirt.

Dazu gehört zwar schon, dass sie äußerst feminine Kleidung hie und da ebenso tragen, aber eben nicht mehr zur Erfüllung eines weiblichen Klischees. Es geht vielmehr um Selbstinszenierung, um den Genuss und/oder das Gefühl bestimmte Materialien und Schnitte zu tragen, oder sich schlicht und einfach nur sexy zu fühlen und Aufmerksamkeit zu provozieren. Hinzu kommt zuweilen als Wohlfühlfaktor die Befriedigung eines eigenen ästhetischen Bedürfnisses, der Damen, perfekt gestylt zu sein.

Keine Frage feminine Damenkleidung dient dazu weibliche Körperformen zu betonen um die Attraktivität der Trägerin auf Männer zu erhöhen und hat damit durchaus einen funktionalen Aspekt. Frauen wollen dieses jedoch nicht immer, überall und jedem gegenüber.

Mädels wollen nicht mehr unbedingt die Botschaft über ihre Kleidung transportieren, verletzlich oder niedlich zu sein, um den Beschützerinstinkt der Männer zu wecken.

Wenn sie das tun wollen, dann wieder einmal sehr gezielt.

Nehmen wir als Beispiel, dass viele Frauenoberteile und Kleider die Verschlüsse mit Reißverschluss oder Knöpfen auf dem Rücken haben. Das könnte noch aus den Zeiten stammen, in denen ein Dienstpersonal für das Verschließen hilfreich war. Heutzutage gibt es an sich keinen wirklich praktischen Grund dafür. Ästhetisch ist es zwar nach wie vor schöner, störende Verschlüsse aus den Kleidungsvorderseiten zu verbannen, ein weiterer Grund könnte aber auch eine Botschaft sein. Nämlich die, dass das Mädel ohne fremde Hilfe angeblich weder rein noch rauskommt. Der Beschützerinstinkt soll über eine „Hilflosigkeit“ geweckt werden. Also weibliche Raffinesse wird über Kleidung eingesetzt, sofern eine Frau das will, aber eben nur dann.

Frauen sind heutzutage selbst stark genug. Dennoch verharren Männer noch in dieser Rollendenkweise bei einer Rock oder Kleid tragenden Frau.

Dass die Damenwelt just dieses nicht mehr in jedem Fall will, kann man gut an weiblicher Businesskleidung ersehen. Diese ist an männlicher Kleidung entlehnt. Es beginnt bei gedeckten Farben und endet bei konservativen Schnitten. Businesskleidung für Frauen soll praktisch, elegant und ohne die Körperformen besonders zu betonen, sein. Frauen tragen sie anscheinend, um von Männern in der Arbeitswelt ernst genommen zu werden. Also darin eine gewisse Aufwertung zu sehen. Warum diese das so sehen, ist mir persönlich völlig unklar.

Das könnte jedenfalls zusätzlich erklären, weshalb sich Frauen heutzutage auch im Alltag der Strasse eher unauffälliger Kleiden möchten. Das hat nun traurigerweise im Straßenbild der Frauenmode zu einem „grauen“ Einerlei mit Hosen, flachen Schuhen und ohne nennenswerte Eyecatcher geführt.

Die Damenmode wird zunehmend ebenso langweilig, wie die Männermode.
Das zeigt sich auch heutzutage in jeder Damenabteilung für Frauenhosen, die alleinig so groß ist, wie die gesamte Abteilung für Männerbekleidung einschließlich Unterwäsche und Hemden.

Eine Frau im Rock oder Kleid fällt also heutzutage im Straßenbild sogar auf, da dieses zwischenzeitlich sehr selten geworden ist. Manche Passanten/innen scheinen sich schon fast provoziert zu fühlen und sehen natürlich noch intensiver hin. Denn ein kurzer Rock und lange Beine sind um so interessanter, je seltener sie zu sehen sind. Das verstärkt möglicherweise den Effekt der Mädels sich noch unauffälliger zu kleiden.

Die Chance die eigene Identität/Individualität durch ganz persönlichen und unverwechselbaren Kleidungsstil zu zeigen, wird durch Mädels völlig unnötig tagtäglich vertan.

Für Frauen scheint der Griff zu einem eher männlich anmutenden Kleidungsstil, also völlig unauffällig und einheitlich angepasst, mit einer Aufwertung verbunden zu sein.

Insgesamt betrachtet, hat die sog. Frauenemanzipationsbewegung in der Damenmode einen völlig falschen Weg genommen. Selbst die Herrenmode ist dadurch tangiert.

Es wird Zeit, dass sich zumindest echt emanzipierte Frauen besinnen.

Beste Grüße
Androgyn
Nach oben Nach unten
lyfa
Full Member
Full Member
avatar

Männlich Steinbock Hund

Anmeldedatum : 16.12.09
Anzahl der Beiträge : 163


BeitragThema: Re: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   Sa Sep 04, 2010 7:15 pm

Androgyn schrieb:


Keine Frage feminine Damenkleidung dient dazu weibliche Körperformen zu betonen um die Attraktivität der Trägerin auf Männer zu erhöhen und hat damit durchaus einen funktionalen Aspekt. Frauen wollen dieses jedoch nicht immer, überall und jedem gegenüber.



Das könnte jedenfalls zusätzlich erklären, weshalb sich Frauen heutzutage auch im Alltag der Strasse eher unauffälliger Kleiden möchten. Das hat nun traurigerweise im Straßenbild der Frauenmode zu einem „grauen“ Einerlei mit Hosen, flachen Schuhen und ohne nennenswerte Eyecatcher geführt.
Hallo,
ich kann mir das eigentlich nur so erklären,das viele Frauen mit ihrer Figur nicht zufrieden sind.
Werde mal noch etwas darüber Nachdenken und später noch einmal etwas länger Antworten.
Gruss lyfa
Nach oben Nach unten
teerpirat
Hero Member
Hero Member
avatar

Männlich Skorpion Hahn

Anmeldedatum : 12.04.10
Anzahl der Beiträge : 676
Land : Luxemburg


BeitragThema: Re: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   So Sep 05, 2010 11:21 am

lyfa schrieb:
ich kann mir das eigentlich nur so erklären,das viele Frauen mit ihrer Figur nicht zufrieden sind.

Was wiederum dadurch zu erklären ist, dass uns die Medien nur perfekte Ideale propagieren: Eine Frau hat perfekt zu sein. Die Folge davon ist ja, dass sich so viele Frauen in den Schlankheitswahn treiben lassen und schlimmstenfalls der Magersucht verfallen. Oder sich alle möglichen gesundheitlich riskanten Schönheits-OP's unterziehen lassen.
Anschliessend kommen noch psychische Probleme bis hin zu schweren Depressionen hinzu.

Fazit: Frauen werden immer mehr Opfer der Medien. Auf andere Seite verdienen sich diverse Unternehmen und Industrien dumm und dämlich daran, indem sie das ausnutzen.
Nach oben Nach unten
Androgyn
Hero Member
Hero Member
avatar

Männlich Anmeldedatum : 24.09.09
Anzahl der Beiträge : 699


BeitragThema: Entscheidungsfreiheit der Damenmode   Mo Sep 06, 2010 9:01 pm

Hey…..

Ich sehe das anders. Alles, was von Menschen gemacht wird, ist unvollkommen. Auch der Mensch selbst.

Was angeblich vollkommen zu sein hat, wird natürlich auch in der Damenmode dargestellt. Frauen müssen sich jedoch nicht an diese Vorgaben halten. Die Auswahl für Damenmode trägt diesem Rechnung.

Gerade deshalb hat die Damenmode den Weg genommen, angebliche oder tatsäcliche körperliche Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Nehmen wir als Beispiel das Korsett für ein Bäuchchen, oder Nylons wegen Hautirritationen, Blusenhängerchen, Pusch-up-BH´s, oder oder oder……… die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Eigentlich ist Damenmode ein Betrug am Mann?

Eines bleibt in der Damenmode aber immer… die Frauen haben die Auswahl sich so zu kleiden, wie sie sich in ihrem Körper wohl fühlen. Und zwar für sich selbst und nach außen.

Beste Grüße
Androgyn
Nach oben Nach unten
stylefreak
Sr. Member
Sr. Member
avatar

Männlich Löwe Hund

Anmeldedatum : 30.08.09
Anzahl der Beiträge : 438
Land : Deutschland


BeitragThema: Re: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   Di Sep 07, 2010 6:12 am

teerpirat schrieb:

...
Was wiederum dadurch zu erklären ist, dass uns die Medien nur perfekte Ideale propagieren: Eine Frau hat perfekt zu sein. Die Folge davon ist ja, dass sich so viele Frauen in den Schlankheitswahn treiben lassen und schlimmstenfalls der Magersucht verfallen. Oder sich alle möglichen gesundheitlich riskanten Schönheits-OP's unterziehen lassen.
Anschliessend kommen noch psychische Probleme bis hin zu schweren Depressionen hinzu.

Fazit: Frauen werden immer mehr Opfer der Medien. Auf andere Seite verdienen sich diverse Unternehmen und Industrien dumm und dämlich daran, indem sie das ausnutzen.

Androgyn schrieb:

Hey…..

Ich sehe das anders.
...
Frauen müssen sich jedoch nicht an diese Vorgaben halten. Die Auswahl für Damenmode trägt diesem Rechnung.

Gerade deshalb hat die Damenmode den Weg genommen, angebliche oder tatsäcliche körperliche Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Nehmen wir als Beispiel das Korsett für ein Bäuchchen, oder Nylons wegen Hautirritationen, Blusenhängerchen, Pusch-up-BH´s, oder oder oder……… die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Eigentlich ist Damenmode ein Betrug am Mann?

Eines bleibt in der Damenmode aber immer… die Frauen haben die Auswahl sich so zu kleiden, wie sie sich in ihrem Körper wohl fühlen.
...

... könnte es sein, dass beides irgendwie richtig ist, je nach Zielgruppe halt.

Die Gruppe der Frauen mit dem - nach der allgemeinen Erwartungshaltung - perfekten oder weitgehend perfekten Körper werden vielleicht schon durch entsprechende Presse-Erzeugnisse weiter in die Vorstellung getrieben, um Gottes Willen keinen Millimeter davon abweichen zu dürfen.

Für die anderen hat die Modeindustrie aber schon ein äußerst reichhaltiges Repertoire an "Werkzeugen" parat, um sich diesem Ideal möglichst weitgehend annähern zu können (was dann oftmals auch gut gelingt).


Allerdings gibt es zunehmend auch für Männer ein Schönheitsideal, das von der Medienwelt propagiert wird, nämlich den durchtrainiert muskulösen männlichen Oberkörper.

Und um den zu erzielen muss Mann noch immer auf die ganz traditionellen, schweißtreibenden Methoden zurückgreifen, da hilft ihm keine Schönheits-Industrie beim evtl. notwendigen Kaschieren ...

Nach oben Nach unten
teerpirat
Hero Member
Hero Member
avatar

Männlich Skorpion Hahn

Anmeldedatum : 12.04.10
Anzahl der Beiträge : 676
Land : Luxemburg


BeitragThema: Re: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   Di Sep 07, 2010 8:20 am

nancyboy schrieb:
Allerdings gibt es zunehmend auch für Männer ein Schönheitsideal, das von der Medienwelt propagiert wird, nämlich den durchtrainiert muskulösen männlichen Oberkörper.

Und um den zu erzielen muss Mann noch immer auf die ganz traditionellen, schweißtreibenden Methoden zurückgreifen, da hilft ihm keine Schönheits-Industrie beim evtl. notwendigen Kaschieren ...


Meines Wissens gab es diesen "Körperkult" aber wohl eher in den 80er Jahren. Zumindest kommt es mir so vor. Ich merke jedenfalls nichts davon, dass um einen trainierten Körper viel Aufhebens gemacht wird. Bin noch in einem anderen Forum aktiv, und daraus geht die Statistik vor, dass Frauen nicht zwingend einen durchtrainierten Körper beim Mann voraussetzen.
Möglicherweise denken die Männer aber eher selbst so, und glauben fälschlicherweise, sie wären nur dann in der Gesellschaft und bei den Frauen anerkannt, wenn sie den entsprechenden Body haben.

Ich habe aber jedenfalls festgestellt, dass die Fitnesszentren wie Pilze aus dem Boden schiessen, und das ist wiederum nur eine Marktstrategie, um den Leuten das geld aus der Tasche zu ziehen. Ich muss jedenfalls immer lachen, wenn ich bei meiner fahrradrunde jedesmal an einem Fitnesstudio vorbeifahre, wo ich mir vor Augen halte, dass die Leute sich dumm und dämlich zahlen, während ich meinen Sport gratis habe und zudem noch in der frischen Luft bin.

Zusammengefasst kann man sagen: Der ganze Fitnesswahn hatte eigentlich schon in den 70er Jahren angefangen und im Laufe der Zeit lediglich Veränderungen vorgenommen. Während es früher darum ging, möglichst ein Muskelberg zu sein (Filme wie Rocky xy mit Sylvester Stallone und Dolph Lundgren zeigen das ja eindrucksvoll) geht es heute mehr darum, in allen Bereichen fit zu sein, das heisst leistungsfähig. In unserer Gesellschaft wird Leistung vorausgesetzt, um mit dem Strom mithalten zu können.

(Sorry, wenn es etwas durcheinander klingt, ist noch früh und hab noch keinen Kaffee intus....)
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?   

Nach oben Nach unten
 

Frauenmode und Emanzipation, oder für wen kleiden sich Frauen?

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Fashion Freestyle - Das Modeforum :: Alternative Männermode :: Mode allgemein-